ÖAMTC: Mehrphasenausbildung greift - Junge Lenker als Musterschüler

Club fordert rasche Umsetzung der Berufskraftfahrerausbildung als nächsten Schritt

Wien (OTS) - "Die Mehrphasenausbildung greift. Das zeigt die aktuelle Unfallbilanz mehr als deutlich", freut sich ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Vor allem bei den Fahranfängern sind die Unfallzahlen im vergangenen Jahr signifikant zurückgegangen.

Seit Einführung der Mehrphasen-Fahrausbildung am 1. Jänner 2003 haben rund 80.000 junge Lenker ihr Fachsicherheitstraining beim ÖAMTC absolviert. Seitdem sind die Unfallzahlen mit Fahranfängern stetig gesunken. Im Jahr 2002 waren junge Lenker noch an 9.743 Unfällen mit Personenschaden beteiligt. 2005 waren es 8.923 Unfälle. Außerdem verzeichnete man 2004 noch 196 getötete Personen bei Unfällen mit Führerscheinneulingen, 2005 waren es 144. "Das ist ein Rückgang um 27 Prozent. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr insgesamt um nur rund 13 Prozent gesunken", so die ÖAMTC-Expertin.

Die Fahrsicherheitstrainings im Rahmen der Führerscheinausbildung setzen auf Bewusstseinsbildung und Lernen durch "er-fahren". Der Weg über die Schleuderplatte würde für die meisten direkt in den Straßengraben führen, Kurvenfahrten enden in Drehern und Wasser-Hindernisse werden gerammt. "Da wird auch einem risikobereiten Jugendlichen klar, wie schnell man die Grenzen der Physik überschreitet", so Donosa.

Risikogruppe Berufskraftfahrer - Aus- und Weiterbildung nach Mehrphasenvorbild umsetzen

Was bei einer Zielgruppe funktioniert hat, muss nach Meinung des ÖAMTC nun auch bei anderen Risikogruppen konsequent umgesetzt werden. Noch sind Fahrsicherheitsschulungen für Berufskraftfahrer freiwillig. Derzeit ist aber ein Gesetzesentwurf in Begutachtung, der eine verpflichtende Aus- und Weiterbildung für Berufskraftfahrer frühestens ab 2008 vorsieht. "Diese gesetzliche Verankerung muss so schnell wie möglich erfolgen. Das ist ein ganz wesentlicher Schritt zu mehr Verkehrssicherheit", ist die ÖAMTC-Expertin überzeugt. Die Voraussetzung für die Club-Expertin: Eine moderne Ausbildung auf höchstem Niveau. "Wenn die Schulungen Sinn machen sollen, reichen nicht nur Theorie-Vortrag oder dicke Manuskripte. Hier gilt Lernen durch Erleben, so wie beim Mehrphasenführerschein", bekräftigt Donosa.

Wie viel Sinn solche Kurse machen, wissen die Club-Experten aus langjähriger Erfahrung. In den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren werden seit mehr als zwanzig Jahren Spezialschulungen für Lkw-, Bus- und Tankwagenfahrer angeboten. Jüngste Neuerungen - ein Lkw-Überschlagssimulator, eine Videoanalyse für Fahrer und ein Kipp-Sattelanhänger für die Ladungssicherung. Eine Pilotstudie von Billa und Allianz Versicherung hat belegt: Aktives Risk Management senkt in Kfz-Flotten die Schäden allein durch ein ÖAMTC-Fahrsicherheitstraining um bis zu 35 Prozent.

Alle Informationen zu den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren gibt es auch auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/fahrsicherheit.

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