Keine Vorsorge-Coloskopie auf Kassenkosten

Verhandlungen auf Bundesebene gescheitert - Regelung in den Ländern empfohlen

Wien (OTS) - Die Bemühungen um die flächendeckende Einführung der Darmspiegelung als wesentliche vorsorgemedizinische Maßnahme sind gescheitert. Dies teilte die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) Freitag in einer Aussendung mit.

Die Verhandlungen zwischen Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungen und Österreichischer Ärztekammer (ÖÄK) führten wegen wesentlicher Differenzen über eine adäquate Kostenübernahme bei der Coloskopie zu keinem Ergebnis. Der stellvertretende Bundesobmann der niedergelassen Ärzte, Günther Wawrowsky, bedauerte den negativen Ausgang, da gerade die Darmspiegelung die wirksamste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs sei. Sie ist für Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig vorgesehen.

Die Finanzierung dieser Vorsorgemaßnahme hätte aus den Überschüssen der Tabaksteuer erfolgen sollen, erläuterte Wawrowsky. Doch sei das Aufkommen erheblich hinter den Erwartungen geblieben, sodass die von der Politik für Krankheitsprävention ursprünglich zugesagten Mittel nicht mehr zur Verfügung stehen würden.

Die ÖÄK empfiehlt nun, die Darmspiegelung auf Länderebene durch Verträge zwischen Landesärztekammern und Gebietskrankenkassen zu regeln, wie dies bereits in Niederösterreich, Salzburg und Tirol geschehe.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der
Österreichischen Ärztekammer
Tel.: (++43-1) 513 18 33

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAE0001