AK Test: Versicherungsschutz in Reisekoffer packen! (1)

Bei Urlaubsplanung auf Reiseversicherung nicht vergessen - Teurere Prämien, aber auch mehr Leistungen

Wien (OTS) - Wer jetzt seinen Urlaub plant, sollte gleich einen hinlänglichen Versicherungs-schutz mitbedenken. Ein aktueller AK Test über Reiseversicherungen zeigt: häufig etwas höhere Prämien als im Vorjahr, allerdings auch mehr Leistungen. Den um-fangreichsten Schutz haben klassische Reiseversicherungen, begrenzten Schutz gibt’s bei Kreditkarten und Autofahrerclubs. "Prüfen Sie zuerst, ob nicht bereits eine Reiseversicherung durch bestehende Versicherungen oder Kreditkarten ab-gedeckt ist", rät AK Experte Thomas Eisenmenger.

Eine Reiseversicherung hat verschiedene Sparten und ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut. Sie besteht aus Reiseunfall-, Reisekranken-, Reisehaftpflicht-, Reisegepäck-versicherung und Reisekosten-Stornoversicherung. Entweder beinhaltet sie Teile davon oder das gesamte Paket. "Vorteilhaft wären eine Unfall-, Krankenversicherung und Rei-sehaftpflicht, überlegenswert eine Stornoversicherung", sagt Eisenmenger.

Klassische Reiseversicherungen wie die Europäische Reiseversicherung oder ELVIA bieten einen umfassenden Schutz. Produkte und Leistungen sind bei den einzelnen Ver-sicherern mit kleinen Abweichungen ähnlich. Einer Familie, die zwei Wochen in Europa urlaubt - Reisepreis 2.000 Euro, kostet etwa bei ELVIA eine Prämie für einen Reise-schutz mit Storno 132 Euro, 2005 waren es 105 Euro. Bei Nichtantritt der Reise gibt’s heuer einen höheren Ersatz der Stornokosten als im Vorjahr.

Bei Kreditkarten ist der Versicherungsschutz meist nicht so umfangreich, an bestimmte Bedingungen geknüpft und von Karte zu Karte unterschiedlich. So muss etwa die Kredit-karte in den letzten Monaten vor Reiseantritt benutzt oder die ganze Reise damit bezahlt werden, um einen Versicherungsschutz zu haben. Unfallfolgen sind meist höher abgesi-chert als bei klassischen Reiseversicherungen, aber mit Einschränkungen. "Doch gilt ein erhöhter Unfallversicherungsschutz nur, wenn ein öffentliches Verkehrsmittel zur An- und Rückreise benutzt wird und nicht während des Aufenthalts", warnt Eisenmenger.

ÖAMTC-Schutzbrief und ARBÖ-Sicherheitspass haben begrenzten Schutz und beinhal-ten viele zusätzliche fahrzeugbezogene Leistungen. Die Reiseveranstalter bieten optional zur Buchung ein Reiseversicherungsprodukt an, in der Regel stellen das Reiseversiche-rungen zusammen.

Die AK hat die Angebote erhoben: bei vier Kreditkartenfirmen (American Express, Di-ners, Mastercard, Visa), drei Versicherer (Europäische Reiseversicherung, ELVIA, Wr. Städtische Versicherung), sechs Reiseveranstalter (ITS-Billa, Gulet Touristik/Magic Life, Neckermann, TUI/Fun & Sun/especially4you, Jahn Reisen und 1-2-FLY), OAFA (Öster-reichische Ärzteflugambulanz), IFRA (Internationale Flugrettung Austria), ÖAMTC und ARBÖ.

(Forts)

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