Vladyka: Nahverkehrsreform gefährdet die regionale Erreichbarkeit

Verländerung würde Stilllegung von vielen regionalen Verbindungen bedeuten

St. Pölten, (SPI) - Die Bundesregierung plant aktuell, dass der Nahverkehr, also alle öffentlichen Bus- und Bahnlinien, von den Bundesländern finanziert wird. Mit den minimalen Länderbudgets kann aber ein funktionierender und kundenorientierter Nahverkehr nicht aufrechterhalten werden. Die Folgen dieser "Verländerung" sind absehbar, viele Bus- und Bahnlinien müssten aus Kostengründen geschlossen werden und die viele Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, würden buchstäblich "auf der Straße stehen". "Die Pendler werden nicht mehr zur Arbeit kommen und unsere Kinder nicht mehr zur Schule. Bei den Öffi-Linien die erhalten bleiben, werden die Fahrpreise explodieren", befürchtet SPNÖ-LAbg. Christa Vladyka folgenschwere Auswirkungen für den ländlichen Raum.****

Rasches Handeln ist jetzt erforderlich. Diese so genannte Reform würde gerade für die Regionen, die ohnehin zurzeit mit großen Problemen zu kämpfen haben, einen fatalen Rückschritt bedeuten. Der öffentliche Verkehr ist teilweise die letzte Lebensader für viele Gemeinden zur Wirtschaftskraft der Metropolen. Die Kommunen waren bis jetzt schon regelmäßig die Leidtragenden von Maßnahmen auf Bundesebene. Die Auslagerungen und Privatisierungen von Post und Telekom-Infrastruktur haben die Versorgung der Regionen schon erheblich geschwächt. "Um die Regionen und Gemeinden mit Leben zu füllen, müssen die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen für die Menschen einfach stimmen. Entscheidend für die Zukunft des ländlichen Raumes ist nicht nur, dass die Natur in Takt ist, sondern auch die Infrastruktur bzw. die regionale Erreichbarkeit muss stimmen", so die Brucker SP-Mandatarin.

"Der öffentliche Verkehr steht österreichweit am Scheideweg. Die Mittel zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs sind durch den schleichenden Rückzug des Bundes weitgehend erschöpft. Gleichzeitig kommt aber massiver nachholender Investitionsbedarf auf uns zu. Eine Verlagerung dieser Finanzierungslasten auf die Länder und Gemeinden ist nicht leistbar und führt unweigerlich zu Stilllegungen von vielen regionalen Verkehrsverbindungen. Der Bund soll endlich seiner Verantwortung nachkommen und diese lebenswichtigen regionalen Verkehrsanbindungen nicht gefährden, sondern langfristig absichern", so Vladyka abschließend.
(Schluss) ha

Rückfragen & Kontakt:

Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
andreas.fiala@noel.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0004