- 07.04.2006, 08:36:00
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Vladyka: Nahverkehrsreform gefährdet die regionale Erreichbarkeit
Verländerung würde Stilllegung von vielen regionalen Verbindungen bedeuten
St. Pölten, (SPI) - Die Bundesregierung plant aktuell, dass der
Nahverkehr, also alle öffentlichen Bus- und Bahnlinien, von den
Bundesländern finanziert wird. Mit den minimalen Länderbudgets kann
aber ein funktionierender und kundenorientierter Nahverkehr nicht
aufrechterhalten werden. Die Folgen dieser "Verländerung" sind
absehbar, viele Bus- und Bahnlinien müssten aus Kostengründen
geschlossen werden und die viele Menschen, die auf öffentliche
Verkehrsmittel angewiesen sind, würden buchstäblich "auf der Straße
stehen". "Die Pendler werden nicht mehr zur Arbeit kommen und unsere
Kinder nicht mehr zur Schule. Bei den Öffi-Linien die erhalten
bleiben, werden die Fahrpreise explodieren", befürchtet SPNÖ-LAbg.
Christa Vladyka folgenschwere Auswirkungen für den ländlichen
Raum.****
Rasches Handeln ist jetzt erforderlich. Diese so genannte Reform
würde gerade für die Regionen, die ohnehin zurzeit mit großen
Problemen zu kämpfen haben, einen fatalen Rückschritt bedeuten. Der
öffentliche Verkehr ist teilweise die letzte Lebensader für viele
Gemeinden zur Wirtschaftskraft der Metropolen. Die Kommunen waren bis
jetzt schon regelmäßig die Leidtragenden von Maßnahmen auf
Bundesebene. Die Auslagerungen und Privatisierungen von Post und
Telekom-Infrastruktur haben die Versorgung der Regionen schon
erheblich geschwächt. "Um die Regionen und Gemeinden mit Leben zu
füllen, müssen die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen für die
Menschen einfach stimmen. Entscheidend für die Zukunft des ländlichen
Raumes ist nicht nur, dass die Natur in Takt ist, sondern auch die
Infrastruktur bzw. die regionale Erreichbarkeit muss stimmen", so die
Brucker SP-Mandatarin.
"Der öffentliche Verkehr steht österreichweit am Scheideweg. Die
Mittel zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs sind durch den
schleichenden Rückzug des Bundes weitgehend erschöpft. Gleichzeitig
kommt aber massiver nachholender Investitionsbedarf auf uns zu. Eine
Verlagerung dieser Finanzierungslasten auf die Länder und Gemeinden
ist nicht leistbar und führt unweigerlich zu Stilllegungen von vielen
regionalen Verkehrsverbindungen. Der Bund soll endlich seiner
Verantwortung nachkommen und diese lebenswichtigen regionalen
Verkehrsanbindungen nicht gefährden, sondern langfristig absichern",
so Vladyka abschließend.
(Schluss) ha
Rückfragehinweis:
Landtagsklub der SPÖ NÖ
Mag. Andreas Fiala
Tel: 02742/9005 DW 12794
Handy: 0664 20 17 137
mailto:andreas.fiala@noel.gv.at
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