Mainoni gibt Startschuss für AustroMars

Zweiwöchige Marslandungs-Simulation mit Missionszentrale in Salzburg

Salzburg (BMVIT/MS) - "Ich wünsche den österreichischen Analog-Astronauten für ihre Mission auf unserem 'roten Nachbarn' alles Gute." Mit diesen Worten gab Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni am Donnerstag Abend im Mission Control Center im Salzburger Christian-Doppler-Gymnasium den Startschuss für AustroMars.

AustroMars ist die wissenschaftliche Simulation einer bemannten Marslandung und findet in realitätsnahen Umständen in der Wüste von Utah (USA) statt - die neunköpfige Crew (Stationsbesatzung und Reservecrew) hat dafür ein Habitat bezogen, das einer möglichen Marsstation nachempfunden ist. Ab 8. April erreicht die zweiwöchige Marssimulation mit zahlreichen realitätsnahen Experimenten den Höhepunkt. "Dieses Projekt haben wir insgesamt zwei Jahre mit über 130 freiwilligen Wissenschaftlern, Technikern, Medizinern und Weltraumbegeisterten vorbereitet. Wir erwarten uns mit Hilfe der gewonnenen Daten neue Strategien und Technologien für einen bemannten Marsflug", so Alexander Soucek, der via Satellitenverbindung aus den USA zugeschaltet war.

Wie bei einer echten Marsmission ist das Control Center (MCC) - von dem aus Techniker, Psychologen und Mediziner die Versuche überwachen - aber mit einer 10minütigen Zeitverzögerung zur Crew verbunden. Leiter des MCC im Salzburger Christian Doppler Gymnasium ist Willibald Stumptner: "Das einzigartige an dieser Mission ist, dass es sich um ein rein rot-weiß-rotes Projekt handelt. Sowohl die Crew, wie auch das Support-Personal und die Technologie für diese Mission kommen aus Österreich und werden von Österreich aus koordiniert und gesteuert - da steckt neben Wissenschaft und Technik viel an Emotion und persönlichem Engagement dahinter."

AustroMars wurde vom Österreichischen Weltraum Forum - unter maßgeblicher Förderung des BMVIT und von industriellen Partnern -initiiert und verbindet mehr als 25 Institutionen aus der Forschung und Industrie. "Dieses Projekt ist ein weiterer Beweis für die hohe Qualität der österreichischen Weltraumforschung. Österreich hat gezeigt, dass wir mehr als nur ein Zulieferer von Weltraumtechnologie für große Projekte sind. Die heimische Forschungscommunity hat durch unser nationales Weltraumprogramm eine enorme Eigendynamik entwickelt", betont der BZÖ-Forschungsstaatssekretär.

Derzeit beläuft sich die Rücklaufquote der Fördermittel, die in Weltraumprojekte investiert werden, auf über 100 %, so Mainoni: "Das stärkt Österreich als Wirtschaftsstandort und sichert Arbeitsplätze. Darüber hinaus kann sich Salzburg mit der Einrichtung des Mission Control Centers der AustroMars Mission einmal mehr als innovative und forschungsorientierte Stadt präsentieren."

Weitere Informationen über die Mission und Fotos zum Download sind auf www.austromars.at abrufbar. (Schluss)

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