Zinggl zum Kulturbericht: Schöne Bildchen und falsche Angaben

Dramatische sinkende Eigenmittelquote im KHM

Wien (OTS) - "Wie im Vorjahr ist der Kulturbericht auch 2004
wieder ein Druckwerk mit allerlei bunten Bildchen geworden", meint Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, anlässlich der Debatte im parlamentarischen Kulturausschuss. "Wie alle Jahre zeigt sich auch heuer wieder, was das Kulturministerium unter Kultur versteht:
Museen, Hofmusikkapelle und Denkmalschutz. Kein Wort, und daher auch kein Geld für andere kulturelle Initiativen. Nichts über Minderheiten-, Jugend- und Netzkulturen", so Zinggl.

Wie jedes Jahr fehlen wieder die Zahlen zu den ständig wachsenden Kosten des Museumsquartiers. Und auch im Bericht zum Denkmalschutz gibt es keine Verbesserung. Was wurde wofür ausgegeben? "Schöne Bildchen dienen nicht der Kontrolle", so Zinggl.

Eine Verbesserung gibt es freilich: Auf die von Zinggl zum Bericht 2003 geäußerte Kritik, dass nicht einmal die Ankäufe der Museen aufgelistet wurden, hat Ministerin Gehrer reagiert. "So ist erkennbar, dass das KHM aufgrund seiner schlechten Wirtschaftsdaten so gut wie gar nichts ankauft. Vor allem aber zeigt sich, dass die Bundesmuseen wahrlich Kraut und Rüben durcheinander sammeln und ankaufen.

Wie immer finden sich auch falsche Angaben. Zur Eigenmittelquote des KHM wird angegeben, dass sie im Jahr 2004 49,7 Prozent betrug. In Wahrheit, das wurde von Ministerin Gehrer im Kulturausschuss bestätigt, lag sie bei 10,8 Prozent und ist im Jahr 2005 sogar auf katastrophale 9,5 Prozent gesunken.

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