Gehrer: Gesamtkonzept für Haus der Geschichte soll bis Jahresende vorliegen

Bildungsministerin verweist im Kulturausschuss auf die hohen Eigenerlöse der Museen und die höhere Dotierung des Museumspreises

Wien (ÖVP-PK) - Hinsichtlich des Projekts "Haus der Geschichte"
ist sehr viel grundlegende Arbeit geschehen, verwies heute, Mittwoch, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Kulturausschuss auf die Konzepte von Manfried Rauchensteiner und Stefan Karner und eine Studie von Anton Pelinka sowie auf die beiden großen Staatsvertragsausstellungen im Gedankenjahr 2005 "Das neue Österreich" im Belvedere und "Österreich ist frei" auf der Schallaburg. Es sei nur eine logische Konsequenz, dass die Verantwortlichen für diese beiden großen Ausstellungen unter Leitung des langjähriges Direktors der Museen der Stadt Wien, Hofrat Dr. Günter Düriegl, beauftragt worden sind, eine grundlegende Konzeption für das Haus der Geschichte der Republik Österreich zu erarbeiten. ****

Die Arbeitsgruppe hat den Auftrag, Zeithistoriker einzubinden, um eine möglichst große Vernetzung zu erreichen und eine breite Einbeziehung aller wichtigen Akteure sicher zu stellen. Bis Ende Mai werde Düriegl den Fahrplan vorlegen, bis Jahresende soll eine Gesamtkonzeption vorliegen. Alle Entscheidungen über Personen oder Standorte sollen dann getroffen werden, wenn die Gesamtkonzeption in der Ausarbeitung vorliegt, so Gehrer.

Im Rahmen des Ausschusses wies die Ministerin zudem auf die hohen Eigenerlöse der Museen, die bereits bei durchschnittlich 32, 5 Prozent liege. Rund 40 Millionen Euro haben die Bundesmuseen 2004 selbst erwirtschaftet. Es sei selbstverständlich, dass das Bundesministerium bei besonderen Baumaßnahmen zusätzlich zum Grundbudget etwas beitrage, verwies die Ministerin beispielsweise auf die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums und die Generalsanierung des Völkerkundemuseums. "Man kann nicht verlangen, dass mit dem seit 1998 gedeckelten Grundbudget die Museen für Investitionen in weitere Modernisierungen und Verbesserungen der Sammlungen und Gebäude das Auslangen finden. Es ist gut und richtig, hier bei besonderen Anforderungen Unterstützung zu geben."

Museumspreis höher dotiert

Schließlich hob Gehrer die neuen Statuten für den Museumspreis hervor, dessen Hauptpreis 2005 an das steirische Stift Admont ging. Der Museumspreis werde nun alle zwei Jahre vergeben, das Preisgeld wurde erhöht. Der Hauptpreis wurde von 7.300 auf 20.000 Euro aufgestockt. Der Förderungspreis beträgt nunmehr 10.000 Euro statt bisher zwei Mal 1.500. Zusätzlich gibt es auch einen Würdigungspreis in Höhe von 5.000 Euro. "Der Museumspreis stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, um die Anstrengungen auch von privaten Museen oder Landesmuseen in besonderer Weise zu würdigen; er wurde zudem zu einer echten musealen Förderungsmaßnahme", schloss Gehrer.
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