ÖGB-Leutner: Veit Sorger agiert mit "altem Wein in neuen Schläuchen"

Österreichische Kollektivverträge ermöglichen hohe Flexibilität

Wien (ÖGB) - "Flexicurity ist sicher nicht die Antwort auf die Herausforderung am Arbeitsmarkt", antwortet der Leitende Sekretär des ÖGB, Dr. Richard Leutner, der Forderung des Chefs der Industriellenvereinigung (IV), Dr. Veit Sorger, nach "mehr Freiraum auf Betriebsebene bei Arbeitszeitregelungen". Leutner: "Sorger agiert mit 'altem Wein in neuen Schläuchen', statt seine Kreativität für mehr Arbeitsplätze einzusetzen."++++

"Mit dem Arbeitszeitgesetz als Rahmen und Kollektivverträgen für branchenspezifische Regelungen, die auch für Betriebsvereinbarungen Spielraum schaffen, haben wir ein hohes Ausmaß an Flexibilität. Den einzelnen ArbeitnehmerInnen bietet das gleichzeitig ein hohes Schutzniveau", stellt Leutner fest. Dieses System der Arbeitsbeziehungen hat als Ergebnis, dass zwei Drittel der Beschäftigten in der Privatwirtschaft in flexiblen Arbeitszeitformen tätig sind. Leutner: "Es gibt kaum ein anderes Land in der EU in der es ein derart hohes Maß an Flexibilität gibt."

Leutner weiter: "Die alten Vorstellungen der Industriellenvereinigung sollen nicht in neuen Begriffsschöpfungen fröhliche Urständ feiern."(ff)

ÖGB, 5. April
2006
Nr. 235

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