Posch: Statt Werbeverboten die Kraft der Kommunikation nutzen!

Werbeverbote ändern nichts an gesellschaftlicher Realität

St. Pölten, (SPI) - Gegen die Forderung nach einem allgemeinen Werbeverbot für Alkohol und Tabakwaren wandte sich heute der Stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Oswald Posch (Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband NÖ).****

"Diese Forderung geht an der gesellschaftlichen Realität vorbei und -wie die Geschichte zeigt - an allen Erfahrungen, die im Bereich von Genussmitteln mit Verboten gemacht wurden", stellte er fest. "Für die Werbewirtschaft ist es selbstverständlich, dass sie ihre Tätigkeit im Rahmen der gesellschaftlichen Werte und Normen und der dafür geltenden gesetzlichen Bestimmungen ausübt", erinnerte er an die kürzlich verabschiedete "European Selfregulation Charta", mit der die europäische Werbewirtschaft die Grundlagen für Selbstregulierung und Social Responsibility in der Kommunikationswirtschaft und in der Industrie eingeleitet hat.

"Ein generelles Verbot von Werbung für Genussmittel ist abzulehnen", meinte er weiter und brachte als Beispiel Italien, wo der Tabakkonsum trotz zahlreicher Werbebeschränklungen sogar zugenommen hat. "Es müssen also andere Mechanismen sein als die Werbung, die gewisse Genussmittel für Junge interessant machen", gab er zu bedenken. Wolle man die Jugend vor gesundheitlichen Schäden bewahren, so sei es das Beste, ihr durch verstärkte Kommunikation und Vorbild gebende Maßnahmen den sinnvollen Umgang mit Genussmitteln zu vermitteln.

"Viel wichtiger wäre es daher, die Kraft der Kommunikation für Aufklärung zu nutzen, als Verbote auszusprechen", hielt er abschließend fest.

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