Niederwieser zu Pädagogischen Hochschulen: Der nächste Gehrer-Flop

Statt Bündelung drohen teure Doppelstrukturen durch staatliche und kirchliche Einrichtungen

Wien (SK) - Bei der Umsetzung der Pädagogischen Hochschulen
zeichne sich der nächste "Gehrer-Flop" ab, so SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser. Grund dafür seien die jüngsten Beschlüsse der Katholischen Kirche, denen zufolge die Kirche ihre Aktivitäten in der LehrerInnenaus- und weiterbildung deutlich ausweiten wolle. Damit werde die Zusammenführung von Aus- und Weiterbildung und eine Reduzierung der über 50 Standorte als einzige positive Gesetzesmaßnahme konterkariert, kritisiert Niederwieser. Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die Vorgangsweise der Kirche sei durch das mit Regierungsmehrheit beschlossene Gesetz möglich und durchaus legitim, zumal es an der Qualität der bisherigen kirchlichen Einrichtungen nichts auszusetzen gebe, räumt Niederwieser ein; es sei aber Sache des Staates zu entscheiden, ob er diese Doppelstrukturen auch weiterhin mit finanziert. "Ministerin Gehrer hat bisher fallweise geäußert, 'sie zahle nichts mehr', dann wiederum war von der Finanzierung von zwei Standorten die Rede, und bei der Beschlussfassung des Gesetzes über die Pädagogischen Hochschulen wusste sie nicht, was die Kirche vor hat", so der SPÖ-Bildungssprecher.

Faktum sei, dass alle vom Staat bezahlten und derzeit an den privaten Pädagogischen Hochschulen und Instituten tätigen Professorinnen und Professoren mit Stichtag 1. Oktober 2007 an den staatlichen Hochschulen unterrichten werden; es sei denn, sie werden in der Zwischenzeit vom Ministerium einer privaten (kirchlichen) Hochschule zur Dienstleistung zugewiesen. "Ministerin Gehrer hat es in der Hand, mit diesen Zuweisungen oder Nicht-Zuweisungen zu entscheiden, ob und in welchem Ausmaß die Mehrfachstrukturen weiterhin bestehen bleiben. Solange Gehrer Ministerin ist, kann ihr diese Aufgabe und Verantwortung niemand abnehmen", schloss Niederwieser. (Schluss) cs/mm

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