Gentechnik - Scheele: EU-Kommission muss sich Koexistenz-Problemen stellen

Wien (SK) - "Der Großteil der EU-Mitgliedstaaten spricht sich klar gegen die Freigabe und den Einsatz von Gentechnik-Saatgut aus. Wenn die EU-Kommission dessen ungeachtet schon die Zulassung von GVO-Saatgut in Europa zentral regelt, muss sie sich auch den ungelösten Fragen und Problemen zur Koexistenz von herkömmlicher und Gentechnik-Landwirtschaft stellen", betonte die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bei der heute in Wien beginnenden EU-Gentechnik-Konferenz wird über europaweit einheitliche Regeln des Miteinanders von konventioneller und GVO-Landwirtschaft nachgedacht. "Dass EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel diese Debatte für verfrüht hält, ist vor dem Hintergrund der aktuellen Politik der Kommission zynisch", kritisiert Scheele, die aufgrund der Plenarsitzung des EU-Parlaments in Strassburg nicht an der Tagung in Wien teilnehmen kann.

Karin Scheele, die im Europäischen Parlament für den Bericht zur Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln verantwortlich zeichnete, hält eine Klärung der Fragen rund um die Verantwortlichkeit und Haftung bei Schäden für den konventionellen Anbau für vordringlich. "Hier muss eindeutig das Verursacherprinzip Anwendung finden. EU-weit müssen in jedem Fall landwirtschaftliche Unternehmer, die auf GVO setzen, für Verunreinigungen verantwortlich gemacht werden", schloss die Europaabgeordnete. (Schluss) ps/mm

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