ARBÖ: Treibstoffteuerung vor Osterferien durch internationale Märkte nicht gerechtfertigt

Eurosuper wurde um 1,8 Cent und Diesel um 1,7 Cent zuviel erhöht

Wien (OTS) - Durch die jüngste Teuerungswelle sind Eurosuper (95 Oktan) und Diesel in Österreich wieder auf dem höchsten Niveau seit fünf Monaten. "Die jetzigen Preissprünge sind durch die internationalen Märkte keinesfalls gerechtfertig. Eurosuper wurde um 1,8 Cent und Diesel um 1,7 Cent zuviel erhöht", rechnet der ARBÖ vor.

Der ARBÖ fordert den Wirtschaftsminister auf, für faire Treibstoffpreise zu sorgen. Wie bereits in den vergangenen Semesterferien nützen die Mineralölfirmen den zu erwarteten Mehrverbrauch durch den Osterreiseverkehr skrupellos aus, um ihre Gewinne zu maximieren. Allein die vier größten Mineralölfirmen, ExxonMobil, ChevronTexaco, BP und Shell, haben im Vorjahr fast 100 Milliarden Dollar Gewinn ausgewiesen!

Die Fakten: Zwischen 28 März und 3. April 2006 sind die Notierungen für Eurosuper am Spotmarkt in Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA) von 623 auf 650 Dollar pro Tonne gestiegen. Das ist ein Anstieg um 4,3 Prozent. Da diese Teuerung wegen des hohen Steueranteils nicht voll auf die heimischen Spritpreise durchschlagen kann, sondern nach Angaben der Mineralölwirtschaft nur zu einem Drittel, wäre in Österreich eine Verteuerung von Eurosuper 1,5 Cent pro Liter (oder 1,4 Prozent) gerechtfertigt gewesen. Tatsächlich aber hat sich Eurosuper um 3,3 Cent (bzw. 3,1 Prozent) verteuert, von 1,063 auf 1,096 Euro pro Liter. "Das sind um 1,8 Cent mehr, als vom Markt vorgegeben", so der ARBÖ.

Dasselbe Bild ergibt sich für Diesel. Die Dieselnotierungen am Spotmarkt haben sich im oben genannten Zeitraum von 598 auf 621 Dollar je Tonne verteuert, also um 3,8 Prozent. Diese Verteuerung hätte hierzulande eine Erhöhung des Dieselpreises um 1,2 Cent pro Liter (oder 1,2 Prozent) gerechtfertigt. Tatsächlich aber hat sich Diesel um 2,9 Cent (oder 2,9 Prozent) von 0,996 auf 1,025 Euro pro Liter erhöht. "Das sind um 1,7 Cent mehr als vom Markt vorgegeben", so der ARBÖ.

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