Hochwasser: Plank und Pröll tragen politische Mitverantwortung

Fasan: "Schwere Versäumnisse durch Bund und Land zwischen 1997 und 2002"

St. Pölten (Grüne) - "Während die slowakische Republik nach dem Hochwasser sofort den Damm der March verstärkt hat, ist in Niederösterreich vor allem zwischen 1997 und 2002 der Hochwasserschutz auf die lange Bank geschoben worden", kritisiert der grüne Umweltsprecher Martin Fasan die Verantwortlichen in Land und Bund. Schon 1997 wurde gleich nach dem damaligen Hochwasser ein Projekt entwickelt, bei dem zwischen Angern und Mannersdorf der Marchdamm landseitig verlegt werden sollte. Damit hätte der Retentionsraum und der Abflussquerschnitt wesentlich vergrößert werden können. Schon damals gab es die Zusammenarbeit mit der "Via-Donau" des Infrastrukturministeriums. Dieses Gebiet zwischen Angern und Mannersdorf stellt eine Engstelle dar und führt zu einem Rückstau in den oberhalb liegenden Gebieten.

Fasan: "Durch dieses Projekt wären die Dämme oberhalb nicht so belastet. Durch die Dammverlegung wären jedoch ca. 75 ha landwirtschaftliche Flächen in den Retentionsraum gekommen - was von den Landwirten und der Landwirtschaftskammer abgelehnt wurde." Erst danach kam ein zweites UVP-pflichtiges Projekt. "Es ist also absurd, sich auf das UVP - Verfahren bei diesem Projekt auszureden. Denn die wesentliche Zeit wurde zwischen 1997 und 2002 vertan. Hier trägt die Landesregierung eindeutig die Mitverantwortung. Denn es wäre wohl für Landeshauptmann Erwin Pröll ein leichtes gewesen, die 75 ha landwirtschaftliche Flächen abzulösen und mit der Landwirtschaft zu einer Einigung zu kommen. Dann wäre der Hochwasserschutz wahrscheinlich pünktlich zur Landtagswahl 2003 fertig gewesen", so der Grüne Umweltsprecher.

Als besonders zynisch erachten die Grünen daher auch die Aussage von Landesrat Plank, der in einem TV - Interview gemeint hatte, das Wetter wäre leider schneller gewesen, als die Dammsanierung. "Das ist, als wolle sich Plank vor den vielen Betroffenen auf 'höhere Gewalt' ausreden. Das war aber genau hier nicht der Fall sondern es waren Versäumnisse der Politik, die zu dieser Katastrophe geführt haben", so Fasan abschließend.

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