FPÖ-Vize Hofer: Hypo-Affäre: Konsequenzen für Eigentümer

Finanzdesaster für Land Kärnten - Verkauf der Bank Burgenland an Grawe umstritten

Wien (OTS) - Die Kärntner Hypo Affäre könnte nun Konsequenzen für die Eigentümer Land Kärnten und Grazer Wechselseitige haben. Denn bereits aus den Jahresabschlüssen 2004 geht hervor, daß die Bank gegen Jahresende 2004 nicht mehr über das gesetzlich vorgeschriebene Mindestkapital verfügt hat. FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer verlangt strafrechtliche Konsequenzen und den Rücktritt des Kärntner Landeshauptmannes, der behauptet hatte, erst vor wenigen Tagen von den Verlusten informiert worden zu sein.

Hofer: "Ich gehe davon aus, daß Haider als Eigentümervertreter der Jahresabschluß seiner eigenen Bank bekannt ist. Sollten ihm in dieser Funktion die Verluste verschwiegen worden sein, so müßte der Vorstand umgehend seiner Funktion enthoben werden. Das ist nicht geschehen."

Durch die massiven Verluste bei der Kärntner Hypo Alpe Adria steht auch der Börsegang der Bank in den Sternen und wird auf unbestimmte Zeit aufgeschoben werden müssen. Kärnten verliert damit viel Geld für seinen sogenannten Zukunftsfonds. Haider hat auf dieses Geld in Form einer Wandelanleihe bereits vorgegriffen. Nun könnten die Geldinstitute eine Rückabwicklung verlangen. Es geht um einen Betrag von 500 Millionen Euro, der Kärnten an den Rand des Ruins bringen könnte.

Konsequenzen könnte die Affäre auch für die Grazer Wechselseitige haben, welche vor kurzem die Bank Burgenland erworben hat. Das Closing steht noch aus.

Norbert Hofer: "Der Burgenländische Landtag hätte einem Verkauf an die Grawe nicht zugestimmt, wenn die Malversationen bei der Hypo Alpe Adria bekannt gewesen wären. Dem Landtag wurden diese Informationen vorenthalten. Auch die Grazer Wechselseitige muß genau so wie der Kärntner Landeshauptmann als Eigentümer von Verlusten in einer Größenordnung von mehr als 300 Millionen Euro gewußt haben."

Die Bank wird nun eine Kapitalspritze von den Eigentümern benötigen, dabei kommt der Grazer Wechselseitigen der Kauf der Bank Burgenland sehr zugute. Denn das Land Burgenland haftet über einen Betrag von 700 Millionen Euro, und das bereits vor dem Closing.

Norbert Hofer: "Der Verkauf der Bank an die Grawe muß rückgängig gemacht werden, alle rechtlichen Möglichkeiten müssen ausgeschöpft werden."

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