Rada: Pröll & Pröll & Gorbach haben Hochwasserschutz entlang der March viele Jahre verschlafen

Nicht die Bürokratie oder die Biber, sondern Untätigkeit sind schuld

St. Pölten, (SPI) - "Landeshauptmann Erwin Pröll, Umweltminister Josef Pröll und Infrastrukturminister Hubert Gorbach mit seinen VorgängerInnen haben die Notwendigkeit einer raschen Modernisierung des Hochwasserschutzes entlang der March viele Jahre verschlafen. Sich jetzt hinter bürokratischen Hürden zu verstecken oder sich in gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Bund und Land zu verwickeln, bringt den Betroffenen wirklich nichts", bringt der Gänserndorfer SPÖ-Nationalrat Dr. Robert Rada die derzeit laufende Diskussion um den mangelhaften Hochwasserschutz entlang der March auf den Punkt.****

Tatsache ist, dass sich die dramatischen Hochwasserereignisse in den letzten Jahren in Niederösterreich "vervielfacht" haben. "Das war keine plötzliche, sondern eine kontinuierliche Entwicklung. Statt ständig neue Studien zu versprechen, hätte man mit einem finanziellen Soforthilfeplan die dringendsten Projekte sofort anpacken müssen. LH Pröll und Umweltminister Pröll handeln erst immer dann, wenn der Schaden schon da ist. Viel besser wäre es gewesen, diese Schäden gleich zu verhindern", zeigt Rada auch die Diskussion in der Bevölkerung des Bezirks Gänserndorf auf. Rada: "Die Slowakei hat ihren Hochwasserschutzdamm am gegenüber liegenden Ufer ja nicht in einer ‚Nacht- und Nebelaktion’ modernisiert und verbessert. Dass wir jetzt untergehen liegt allein an einem längst nicht mehr den Erfordernissen entsprechenden Hochwasserschutzdamm aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, der den Wassermassen nichts mehr entgegenzusetzen hat. Dies haben auch Fachleute seit Jahren bestätigt - aber sie stießen bei Pröll & Pröll auf taube Ohren."

NR Rada weist auch auf eine andere, seit Jahren bestehende Schwachstelle des Hochwasserschutzes im Bezirk Gänserndorf hin. "Auch der Donau-Hochwasserschutzdamm von Wien bis Hainburg ist höchst sanierungsbedürftig. Bei den letzten Hochwasserereignissen kämpften die Einsatzkräfte mit ‚beinahe brechenden Dämmen’. Da ging es einige Male nur um Stunden", fordert Rada ebenso für diese Dämme rasche Sanierungsmaßnahmen ein.

Kritik an jüngsten Aussagen von NÖ Landespolitikern äußert auch Gänserndorfs Landtagsmandartarin LAbg. Mag. Karin Renner, die gemeinsam mit NR Rada jeden Tag vor Ort war. "Nicht die ‚kleinen Biber’ sind schuld an den brechenden Dämmen entlang der March, sondern jene, die in ihren Ressorts jahrelang nur Versprechungen gemacht, Beschwichtigung ausgesprochen und letztlich nur zugewartet haben", weist Renner die grotesken Schuldzuweisungen von Katastrophenschutz-Landesrat Josef Plank an die lokale Tierwelt zurück. Renner: "Biber gibt’s auch auf der slowakischen Uferseite -die brauchen keinen Pass und dort halten die Dämme. Plank sollte sich daher nicht in einen ‚Biberbau’ flüchten, sondern endlich seine Arbeit machen."
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