"Neue Kärntner Tageszeitung" - KOMMENTAR von M. Geistler-Quendler: Mega-Verlust nur ,,eine Mücke´´

Klagenfurt (OTS) - Ein Jahr nach der blau-orangen Spaltung ist
noch immer nicht klar, wofür das BZÖ steht. Jedenfalls nicht für eine Politik des sogenannten kleinen Mannes, die sich Jörg Haider in früheren Zeiten auf die Fahnen heftete. Wenn der Orange-Politiker die Spekulationsdeals der Hypo-Bank als "übliche Geschäfte" klein redet, klingt das so gar nicht nach Robin Hood. Noch weniger der nonchalante Sager von LHStv. Martin Strutz, aus einer "Mücke" werde ein "Elefant" gemacht.

328 Millionen verpulverte Euro sind keine Mücke, nicht für den einfachen Bankkunden, nicht für Menschen, die über ein paar hundert Euro im Monat verfügen. 328 Millionen Euro rangieren im Bereich jener Summen, die - umgerechnet in Schilling - das Vorstellungsvermögen vieler schon völlig überfordern. Auch in Relation zur Bilanzsumme der Landesbank geht es keineswegs um "Peanuts". Bei der Finanzmarktaufsicht will man nicht ausschließen, dass auch die Bilanz 2004 neu erstellt werden muss.

Zudecken statt Aufdecken scheint die Devise in Orange zu sein, wenn Abschütteln politischer Verantwortung auf dem Programm steht. Geißelt doch Haider die Staatsanwaltschaft wegen "Übereifers", weil sie ihrer Aufgabe - zu ermitteln - nachkommt. Das BZÖ übt sich im Bagatellisieren, Ent-Skandalisieren und Beschwichtigen. Für ein politisches Profil reicht das nicht.

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