"Grüner Pakt" gibt Planungssicherheit für die Bauern

Wichtige Weichenstellung für Zukunft der Agrarpolitik

Bregenz (VLK) - Die heute, Montag, erreichte Einigung der Landesagrarreferenten, Landwirtschaftskammer-Präsidenten und Biobauern mit Bundesminister Josef Pröll über das Programm für die Ländliche Entwicklung 2007 - 2013 ist für Landesrat Erich Schwärzler und Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft der Vorarlberger Agrarpolitik sowie der Klein- und Bergbauernbetriebe.

"Durch die ausverhandelten Anpassungen im Bereich der Grünlandprämie in Abhängigkeit zur Viehbesatzdichte sowie Fixierung der Prämiensätze für die Steilflächenmahd und den Silageverzicht werden die Interessen der Kleinbauern und viehhaltenden Betriebe berücksichtigt. Das Leitziel der Vorarlberger Agrarpolitik - die Erhaltung der Berglandwirtschaft mit Viehhaltung und eines zukunftsfähigen Arbeitsplatzes Bauernhof als Rückgrat für den ländlichen Raum - wird durch den 'Grünen Pakt' mit Umweltprogramm, Bergbauernprogramm, Bildungs- und Investitionsoffensive auf ein solides Fundament gestellt", erklärt LWK-Präsident Moosbrugger.

Mit der unveränderten Fortführung des Bergbauernprogrammes bzw. der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete in der Säule 1 werden die Leistungen der Bergbäuerinnen und Bergbauern auch künftig klar anerkannt. Durch die Neuausrichtung des ÖPUL-Programms mit besserer Honorierung der Viehhaltung in der Landwirtschaft wurde dem Umstand entsprochen, dass viehhaltende Betriebe im Bereich des Tierschutzes und der Kreislaufwirtschaft einen größeren Aufwand haben. "Darüber hinaus wurden die Kernelemente des bisherigen Agrarumweltprogrammes wie Silageverzicht und Alpungsprämie für die Periode 2007 - 2013 fixiert", so LR Schwärzler.

Die Bildungs- und Investitionsoffensive sowie die Erhöhung der Jungübernehmerförderung und der Förderung für Kooperationen in der Landwirtschaft sind weitere wichtige Segmente der Neuausrichtung der Agrarpolitik.

Entscheidend ist, dass für die Feineinstellung der Ländlichen Entwicklung auch ein regionaler Spielraum ausverhandelt werden konnte. So können entsprechend der Forderung von Landesrat Schwärzler durch ein entsprechendes Regionalprogramm Leistungen artgerechter Tierhaltung in der Landwirtschaft abgegolten werden: "Die vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, dass es der falsche Weg wäre, die gemeinsame Landwirtschaftspolitik am EU-Leitbetrieb mit 300 ha und 300 Kühen zu orientieren. Vielmehr hat die Agrarpolitik die nationalen und regionalen Besonderheiten zu berücksichtigen und darauf zu achten, dass die Entwicklung der Bauernhöfe und des ländlichen Raums nicht von Brüssel aus diktiert, sondern für einen eigenständigen Vorarlberger Weg für die Bauern vom Land gestaltet wird."

Durch die nunmehr erzielte Einigung zwischen dem Bund und den Ländern als Grundlage für die Leistungsabgeltung der Bauern 2007 -2013 ist die Basis für rasche Verhandlungen in Brüssel geschaffen, um den Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit zu geben, so LR Schwärzler.

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