Projekt Unesco-Weltkulturlandschaft nicht weiter verfolgen

Parlamentarier-Kommission Bodensee will Bodenseeleitbild vorantreiben

Bregenz (VLK) - Die Parlamentarier-Kommission Bodensee kam auf
ihrer Tagung am vergangenen Freitag (31. März) in Appenzell überein, das Projekt "Uneso-Weltkulturlandschaft Bodensee" nicht weiter zu verfolgen. Laut Landtagspräsident Gebhard Halder soll stattdessen verstärkt eine Auseinandersetzung mit dem Bodensee-Leitbild erfolgen.

Seit dem Jahr 2003 wird in der Bodenseeregion eine intensive Diskussion darüber geführt, ob sich die Region um das Zertifikat einer "UNESCO Weltkulturlandschaft" bewerben soll. Das Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus IDT-HSG der Universität St. Gallen wurde in der Folge beauftragt, eine Expertise über potenzielle wirtschaftliche Effekte einer solchen Zertifizierung zu erstellen. Mit dem Inhalt der Studie befasste sich nun die Parlamentarier-Kommission Bodensee auf ihrer letzten Sitzung.

"Die Studie belegt klar die hohe Lebens- und Freizeitqualität der Region, die sich vor allem auch als Wirtschaftsraum hervorragend positionieren konnte. Natur, Landschaft und Kultur sind stark prägende Elemente, denen auch im Tourismus für Einheimische und Gäste eine wesentliche Bedeutung zukommen und die als großer und zentraler Standortvorteil der Region gesehen werden", so Landtagspräsident Gebhard Halder. Die Expertise der Uni St. Gallen zeige aber auch auf, dass von einer Zertifizierung der Region als Unesco-Weltkulturlandschaft derzeit keine neuen wirtschaftlichen Impulse zu erwarten wären. "Der Nutzen", so Halder, "spielt eine untergeordnete Rolle, was die Parlamentarier-Kommission Bodensee veranlasste, derzeit das Projekt nicht weiter zu verfolgen."

Verstärkt annehmen will sich die Parlamentarier-Kommission dem 1994 erstellten Bodensee-Leitbild, eine grenzüberschreitende längerfristige Entwicklungsperspektive für die Region um den Bodensee. Es ist darauf ausgerichtet, die unverwechselbare Eigenart und die Besonderheit dieses Raums unter den europäischen Regionen zu erhalten und sie im Bestreben nach Einklang von Natur, Kultur und Wirtschaft weiterzuentwickeln. "Wir wollen hier weitere, gemeinsame Ziele formulieren und das Leitbild aktualisieren", so Landtagspräsident Halder.

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