Hypo Alpe Adria: LH Haider kritisiert übereifrige Staatsanwaltschaft

Reines Ablenkungsmanöver - bei BAWAG wurde jahrelang weggesehen

Klagenfurt (LPD) - Scharf kritisiert hat heute, Montag, Landeshauptmann Jörg Haider das "übereifrige Vorgehen" der Staatsanwaltschaft, die laut heutigen Meldungen von sich aus tätig geworden ist und bei der Hypo Alpe Adria Bank wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. "Bei der BAWAG haben alle Prüfungsinstanzen jahrelang weggesehen, während bei der Hypo ein in der Sache nicht begründeter Übereifer demonstriert wird", sagte Haider.

LH Haider erneuerte seine Forderung nach einer raschen und um-fassenden Aufklärung der Vorgänge bei der Hypo Alpe Adria Bank, die nunmehr eingeleiteten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien jedoch nichts anderes als ein Teil der parteipolitisch motivierten Ablenkungsmanöver vom BAWAG-Skandal. "Bei der Gewerkschaftsbank BAWAG hat niemand einen ähnlichen Eifer entwickelt, im Gegenteil: Jahrelang haben sämtliche Prüfinstanzen geschlafen oder absichtlich weggesehen, erst durch die Refco-Pleite ist der Stein ins Rollen gekommen", betonte der Landeshauptmann.

Neuerlich kritisierte Haider in diesem Zusammenhang das Vorgehen der Wirtschaftsprüfungskanzlei Deloitte, die die Genehmigung für die Bilanz entgegen der üblichen Vorgangsweise ohne Absprache mit der zweiten Prüfungskanzlei völlig überraschend zurückgezogen habe. Sofort nach der Meldung an die Finanzmarktaufsicht habe man die Medien informiert und dann erst den Vorstand der Hypo Alpe Adria. Auch daran könne man erkennen, dass es vor allem darum gegangen sei, Staub aufzuwirbeln, meinte LH Haider.
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