Stummvoll: Verständnis für die BAWAG-Arbeitnehmer

AMAG-Mitarbeiterbeteiligungsmodell hoffentlich kein Vorbild für die BAWAG

Wien, 3. April 2006 (ÖVP-PK) "Die Aufregung in der BAWAG-Belegschaft ist verständlich. Es bleibt bezüglich Mitarbeiterbeteiligungsmodell nur zu hoffen, dass das unsägliche AMAG-Modell - nach dem Motto 'zuerst die Mitarbeiter zwangsbeglücken und danach entmündigen' - nicht Pate für die BAWAG steht", sagte heute, Montag, ÖVP-Finanzsprecher Abg.z.NR Dr. Günter Stummvoll, der zudem in Richtung SPÖ-Finanzsprecher Matznetter betonte: "Die SPÖ wäre besser beraten, ihr Wirtschafts-Desaster rund um die BAWAG aufzuarbeiten anstatt davon abzulenken." ****

Was bei anderen Bankinstituten eine Selbstverständlichkeit sei, drohe bei der BAWAG "abenteuerliche Ausmaße anzunehmen". "Bei anderen Banken wurde aus Eigeninitiative das Mitarbeiterbeteiligungsmodell ausgeweitet. Wenn sich bei der BAWAG das 'Zwangsbeglückungsmodell a la AMAG' durchsetzt, müsste von einer Doppelmoral des ÖGB gegenüber seinen eigenen Mitarbeitern gesprochen werden", so Stummvoll.

Der ÖVP-Finanzsprecher wies weiters darauf hin, dass die Grundsatzentscheidung zum Verkauf der BAWAG durch den Eigentümer ÖGB richtig gewesen sei. "Längerfristig ist das eine gute Entscheidung. Geht es doch um die zentrale Entscheidung, ob der ÖGB Arbeitnehmerinteressen vertreten oder als Eigentümer eines Konzerns in Erscheinung treten will." Als "beachtlich" bezeichnete Stummvoll allerdings die Tatsache, dass die Entscheidung zum Verkauf der
BAWAG auf Zuruf von SPÖ-Chef Gusenbauer, und zwar innerhalb nur weniger Stunden, erfolgt sei. "Soviel zur vermeintlichen Unabhängigkeit des Österreichischen Gewerkschaftsbundes von der SPÖ", sagte Stummvoll abschließend.

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