GPA fordert Mindeststandards bei Honoraren von Freien DienstnehmerInnen im privaten Bildungsbereich

Erhebung von Honoraren soll Klarheit und Vergleichbarkeit bringen

Wien (GPA/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) startet mit Anfang April eine Erhebung der Honorarsituation von Freien DienstnehmerInnen in privaten Bildungseinrichtungen und fordert klare Mindeststandards. Die GPA organisiert schon seit über fünf Jahren erfolgreich atypisch Beschäftigte und bietet eine umfassendes Servicepaket für diese ArbeitnehmerInnengruppe an, das von der Beratung in arbeitsrechtlichen und steuerlichen Fragen bis zu besonderen Versicherungsleistungen sowie Mitwirkungsrechten auf allen gewerkschaftlichen Ebenen reicht.++++

Immer öfter ist die GPA mit Fragen von Freien DienstnehmerInnen aus den privaten Bildungseinrichtungen nach den ihnen zustehenden Honoraren konfrontiert. Bei ArbeiterInnen und Angestellten besteht über Kollektivverträge eine Vergleichbarkeit von Löhnen und Gehältern. Diese Möglichkeit fehlt für Freie DienstnehmerInnen und WerkvertragsnehmerInnen.

Die GPA-Interessengemeinschaft work@education startet deshalb eine groß angelegte Erhebung der Honorarsituation in Form eines so genannten 'Honorarbarometers'. Dadurch soll, nach Art der Trainings und nach Bildungsinstitutionen gegliedert, ein Vergleich über die Höhe der Honorare erarbeitet werden. "Wir erwarten uns dadurch eine Darstellung der tatsächlichen Situation und werden daraus eine konkrete Forderung nach Mindeststandards für diese Honorare ableiten", so die stv. GPA-Geschäftsbereichsleiterin Claudia Kral-Bast. Ziel der Erhebung ist auch eine Branchenanalyse, die für die Betroffenen aufzeigt, welches Institut wie viel bezahlt. "Wir wollen dem/der Einzelnen damit ein Werkzeug in die Hand geben, um seine/ihre Verhandlungsposition gegenüber den Dienstgebern zu verbessern und darüber hinaus auch Mindesthonorarsätze auf kollektiver Ebene abzusichern", so Kral-Bast.

Der Fragebogen kann unter www.interesse.at online ausgefüllt werden. Die Daten werden anonymisiert verwendet.

"Die GPA ist übrigens die einzige Gewerkschaft in Österreich, in der sich atypisch Beschäftigte politisch organisieren können und auch in den politischen Strukturen bis in den Vorstand verankert sind. Mehrere tausend atypisch Beschäftigte haben dieses Angebot bereits angenommen und täglich werden es mehr. Neben gezielten Serviceleistungen für Betroffene, wie zuletzt ein so genannter 'Wegweiser durch den Paragraphendschungel', werden von den GPA-Interessengemeinschaften auch politische Forderungen erhoben, wie etwa die Gleichstellung im Arbeits- und Sozialrecht und Mindestabsicherung im Arbeitsrecht. Weiters fordern wir weitgehende Mitbestimmungsmöglichkeiten für die Gruppe der atypisch Beschäftigten auf der betrieblichen Ebene ebenso ein, wie wir sie bereits in der GPA seit dem Jahr 2001 etabliert haben", so Kral-Bast.

Mehr im Internet unter: http://www.interesse.at ÖGB, 3. April 2006 Nr. 225

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