SWV-Vizepräsident Riedl: Aktuelles Mietrecht bedroht Weiterführung vieler Betriebe!

WKNÖ-Fachgruppenvorsitzender gegen existenzgefährdende Mieterhöhungen bei Übergaben

St. Pölten, (SPI) - Sogar Traditionsunternehmen mussten deshalb bereits zusperren. Wird ein Betrieb an einen Nachfolger übergeben, kann die Miete auf "ortsübliches" Niveau angehoben werden. Das bedeutet in der Praxis oft Mieterhöhungen um ein Vielfaches. "Die wirtschaftsfeindlichen Bestimmungen im Mietrecht müssen schleunigst beseitigt werden", fordert Komm.-Rat Ernst Riedl, Vizepräsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes NÖ. "Sonst nimmt man in Kauf, dass in den nächsten Jahren hunderte Betriebe und noch mehr Arbeitsplätze verloren gehen!", so Riedl weiter.****

"Immer öfter setzen hohe Mieten Unternehmen schwer zu. Eine Betriebsübergabe gut über die Bühne zu bringen, ist ohnehin schon schwierig genug. Kommt es dann noch zu Mieterhöhungen im größeren Stil, kann die Weiterführung eines Betriebes gefährdet oder von vornherein unmöglich gemacht werden", warnt Riedl. Sogar Übergaben innerhalb einer Familie sind davon betroffen. Riedl: "Hohe Geschäftsmieten stellen für die Unternehmen unseres Landes mittlerweile eines der größten Probleme dar. Es ist daher höchst an der Zeit, das Mietrecht so zu ändern, dass Klein- und Mittelbetriebe bei Übergaben nicht an übermäßig gestiegenen Mieten scheitern. Denn allein in Niederösterreich stehen in den nächsten sieben Jahren rund 9.000 Betriebsübergaben an."

"Nicht nur für die Unternehmen, auch für die Städte und Gemeinden ist die derzeitige Rechtslage völlig kontraproduktiv. Scheitern Übergaben an steigenden Mieten, kommt es neben dem Verlust von Betrieben und Arbeitsplätzen nicht selten zu einer Verödung von Straßenzügen und einer Verschlechterung der Nahversorgung", gibt der Vorsitzende der Fachgruppe Kultur- und Vergnügungsbetriebe in der Wirtschaftskammer NÖ zu bedenken.

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