Umweltstadträtin Sima präsentiert Klim(a)Bim

Aktion der Stadt Wien gemeinsam mit GLOBAL 2000/Wiener Linien/Fernwärme Wien

Wien (OTS) - Eine Informationsoffensive der besonderen Art zum Klimaschutz startete heute Umweltstadträtin Ulli Sima gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, den Wiener Linien, der Fernwärme Wien, der Wiener Umweltanwaltschaft und der Klimakoordinationsstelle der Stadt Wien. Von 4. April bis zum 6. Mai wird auf der Linie 2 rund um den Ring den Straßenbahn-Fahrgästen Informationen zum Klimaschutz in Wien geboten, es wird auch Sprechstunden mit KlimaschutzexpertInnen geben, bei denen sich Interessierte persönlich informieren können. "Die Stadt Wien spart mit ihrem Klimaschutzprogramm jährlich 2,2 Millionen Tonnen CO2 ein, auch jeder einzelne von uns kann ebenfalls einen Beitrag dazu leisten, wir hoffen, dass viele Menschen unser Angebot nützen und sich während ihrer umweltfreundlichen Fahrt durch Wien weiter über die Möglichkeiten informieren", so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der heutigen Präsentation der Bim.****

GLOBAL 2000: "Nicht Atomkraft, sondern Erneuerbare als Antwort für Klimawandel"

Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 will ihm Rahmen ihres Klimaschutzschwerpunkts vor allem vor der Gefahr der Renaissance der Atomkraft aus angeblichen Klimaschutzgründen aufmerksam machen:
"Klimaschutz geht uns alle an und jeder einzelne von uns kann dazu beitragen, die Treibhausgase zu reduzieren. Die Klim(a)Bim ist ein idealer Ort, wo Interessierte mit uns diskutieren und sich Tipps holen können. Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen für die Umweltpolitik der nächsten Jahre. Der Versuch der Atomlobby, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes den Ausbau der Atomkraft voranzutreiben, ist fatal und hochriskant. Atomkraft ist und bleibt eine Hochrisikotechnologie, der in wenigen Jahrzehnten der Brennstoff ausgeht. Die Lösungen für den Klimawandel sind Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Dafür setzen wir uns als GLOBAL 2000 mit der aktuellen 1 Million Unterschriftenaktion gegen Atomkraft und für eine nachhaltige Energiewirtschaft ein. Gerade in Zeiten, wo die Atomkraft mit fadenscheinigen Argumenten wieder Einzug halten soll, ist Information der Bürgerinnen und Bürger ein wichtiges Instrument zur Meinungsbildung", so Silva Herrmann, Klimaschutzexpertin von GLOBAL 2000.

Öffis der Wiener Linien als aktiver Beitrag zum Klimaschutz

"Den Wiener Linien ist der Umwelt- und Klimaschutz ein wichtiges Anliegen. Deshalb haben wir auch das Projekt "Klim(a)Bim" tatkräftig unterstützt. Als größter Mobilitätsdienstleister Österreichs befördern die Wiener Linien rund 2 Millionen Fahrgäste pro Tag quer durch Wien. Wir leisten für die Stadt Wien und ihre BewohnerInnen einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Unsere gesamte Autobusflotte fährt mit umweltfreundlichem Flüssiggas, Niederflurstraßenbahnen werden vermehrt für unsere Fahrgäste eingesetzt.

Und durch ständigen Ausbau des U-Bahn-Netzes, u.a. der U1-Verlängerung nach Leopoldau im September, erhalten die WienerInnen eine weitere gute und umweltfreundliche Möglichkeit, um mobil zu sein", erklärt Dipl.-Ing. Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien.

Klimaschutz in Wien auch bedeutender Jobmotor

Die Klim(a)Bim wird bis zum 6. Mai unterwegs sein. Zu diesem Zeitpunkt findet im Wiener Rathaus eine große Klimaschutzkonferenz statt, vom 4.-6. Mai tagt die 14. Internationale Klimabündnis Jahreskonferenz mit zahlreichen Gästen aus der ganzen Welt.
"Ich freue mich auf spannende Diskussionen und einen Erfahrungsaustausch zum Klimaschutz mit internationalen ExpertInnen", so Sima. Wien wird dabei das Klimaschutzprogramm KliP präsentieren, es wurde 1999 beschlossen und ist der lebende Beweis dafür, dass aktiver Klimaschutz erfolgreich ist.

Ein Modul daraus ist etwa die thermische Wohnhaussanierung THEWOSAN, im Rahmen derer in den letzten sechs Jahren die Sanierung von mehr als 48.000 alten Wohnungen mit 156 Mio. Euro gefördert wurde. Mit Ökoförderungen wird das Klima in Wien jährlich um 75.000 Tonnen CO2 entlastet. Auch die Wiener Solarförderung - österreichweit die Beste - ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz in Wien, das Förderangebot wurde im letzten Jahr erstmals ausgeschöpft. Dazu kommen u.a. die Förderung von energie-effizienten Brennwertgeräten sowie der Ausbau des Fernwärmenetzes. Neben erfolgreichen Klimaschutzauswirkungen ergeben sich aus all diesen Maßnahmen des KliPs auch positive Effekte auf den Wiener Arbeitsmarkt. Die durch Thewosan ausgelösten durchschnittlichen Sanierungsinvestitionen von 90 Mio. Euro jährlich sichern 2.000 Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe. Im laufenden Jahr sollen weitere 6.000 Wohnungen gefördert thermisch saniert werden. "Klimaschutz rechnet sich aber auch für den Einzelnen, denn Thewosan-sanierte Häuser benötigen im Durchschnitt nur mehr halb so viel Heizenergie. Die Heizkosten werden dadurch also halbiert", so Sima.

Mit High Tech gegen den Klimawandel - Wien setzt auf Alternativenergien

In der Klim(a)Bim wird auch über Wiens High-Tech-Umweltprojekte wie das weltgrößte Wald-Biomassekraftwerk informiert. Mit dem Biomassekraftwerk Simmering werden fossile Brennstoffe von rund 72.000 Tonnen Steinkohle oder 47.000 Tonnen Heizöl oder 40.000 Tonnen Erdgas eingespart. Das neue Kraftwerk wird eine Reduktion von jährlich zusätzlichen 144.000 Tonnen CO2-Emissionen in Wien bringen.

Bei Erneuerbarer Energie für Strom und Fernwärme ist Wien seit Jahren vorbildlich. Zu den zahlreichen Anlagen, wie Photovoltaikanlagen, 8 Windkraftanlagen, Kühlwasser-Auslaufturbinenanlage Kraftwerk Simmering oder Deponiegasverstromungsanlage Rautenweg kamen 2005 das Kleinwasserkraftwerk Nußdorf und der Windpark Unterlaa hinzu. 2007 wird die Biogasanlage in Betrieb gehen. In dieser Anlage sollen in einer ersten Ausbaustufe ca. 17.000 t Bioabfall und Speisereste pro Jahr vergoren und aus dem dabei entstehenden Biogas ebenfalls Wärme gewonnen werden. Durch die Errichtung eines weiteren Gärreaktors kann im Endausbau die Kapazität der Anlage auf 34.000 t vergärfähige Abfälle pro Jahr erhöht werden.

Die Effizienzsteigerungen im Kraftwerkspark verbunden mit dem Fernwärmeausbau und den Projekten zur Nutzung Erneuerbarer Energieträger bringen den größten Klimaschutzeffekt, nämlich eine Reduzierung des jährlichen CO2-Ausstoßes von rund 1,3 Mio. t.

Klim(a)Bim: Bitte einsteigen und informieren!

Die Klimaschutzbim ist eine Niederflurstraßenbahn (ULF), die auf der Linie 2 unterwegs ist. Sie ist optisch innen und außen von den Wiener Linien speziell gestaltet worden und fährt im Normalbetrieb ab 4. April bis 6. Mai 2006 rund um den Ring. Mit der Klim(a)Bim mitfahren können alle Fahrgäste, die im Besitz eines gültigen Tickets sind. Im Innenraum gibt es Informationsmaterial für interessierte Fahrgäste.

Den Wienerinnen und Wienern wird darüber hinaus die Möglichkeit geboten, sich zu vorher bekannt gegebenen "Sprechstunden" persönlich zu informieren. Die Wiener Linien kündigen diese auf Plakatständern in den Straßenbahnhaltestellen der Linie 2 und auf der Wiener Linien-Homepage unter: http://www.wienerlinien.at/ an. U.a. werden auch die Leiterin des Klimaschutzprogramms Wien, Christine Fohler-Norek und Wiens Umweltanwältin Andrea Schnattinger "Sprechstunden" in der Klim(a)Bim abhalten und den mitfahrenden Fahrgästen für Fragen zur Verfügung stehen.

o Alle Infos zur Klim(a)Bim und den Sprechstunden auf
auf http://www.natuerlich.wien.at/ und http://www.global2000.at/ und http://www.wienerlinien.at/ .

(Schluss) vor

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