Neue Headquarters-Forschungszentrale

- Koordination österreichischer Projekte bei Headquarters Austria - Pilotprojekt startet am 6. April im Siemens Forum mit einem sogenannten "World Café"

Wien (OTS) - In den vergangenen Jahrzehnten wurde Österreich zum Brückenkopf für Osteuropa und Standort vieler Unternehmenszentralen. Heute stehen diese Headquarters vor offenen Fragen: Wie zentral oder dezentral sind Konzerne zu führen? Was ist die optimale Organisation? Wie ist mit kulturellen Konflikten umzugehen? Speziell in Wien gibt es dazu besonderes Know-how und zahlreiche aktuelle Forschungsprojekte. "Headquarters Austria" bringt jetzt - mit Unterstützung von Siemens - Forscher und Unternehmensvertreter zu einem ersten Austausch und der Planung gemeinsamer Projekte zusammen. Am 6. April findet im Siemens-Forum in Wien ein Start-Event nach dem Muster des "World Café" statt.

Sowohl regionale als auch globale Headquarters müssen sich laufend verändern. Dabei geht es nicht nur um Funktionsverlagerungen, De-oder Zentralisierung. Auch Themen wie interkulturelle Kompetenz, Steuerung der Tochterunternehmen, Folgen des Wachstums auf die Unternehmenskultur oder gesellschaftliche Verantwortung stehen auf der Agenda. Die Antworten darauf finden sich kaum in Lehrbüchern. Vieles muss neu erarbeitet werden. Der Inititiative "Headquarters Austria", die vor rund eineinhalb Jahren ihre Arbeit aufgenommen hat, gelang es nun, fast alle einschlägigen Institute zusammenzubringen. Damit soll künftig weniger parallel, als miteinander geforscht werden.

Der erste Schritt der neuen Zusammenarbeit ist ein so genanntes "World Café" am 6. April im Siemens-Forum in Wien. Auf einer Art "Marktplatz" erfahren die Besucher, welche Headquarters-spezifischen Forschungsprojekte gerade laufen oder geplant sind. Danach werden die Projekte verknüpft und Schwerpunkte festgelegt. Dr. Stephan Berchtold, seitens Headquarters-Austria für die Organisation verantwortlich, dazu: "Durch dieses Design der Veranstaltung kommt es zur direkten Interaktion zwischen Unternehmensvertretern und Forschern. Die Vorhaben werden somit an den Bedürfnissen der Praxis ausgerichtet, in Österreich vorhandenes Know-how kann gebündelt und gezielt genutzt werden."

Folgende Institute haben bereits ihre Mitarbeit zugesagt und werden an diesem Tag vertreten sein: von der Wirtschaftsuniversität Wien das Europa-Institut, das Institut für Unternehmensführung, das Institut für Internationales Marketing und Management, das Institut für slawische Sprachen und das Institut für BWL des Außenhandels. Weites vertreten sind u.a. das Zentrum für Wissens- und Informationsmanagement der Donau-Universität Krems, das Department of International Management der FH Joanneum und zahlreiche weitere Ausbildungs- und Forschungsstätten sowie österreichische und internationale Consultingunternehmen.

Die Themen, die dabei behandelt werden, sind u.a. "Management von Tochtergesellschaften", "Arbeitsbeziehungen zwischen Regional Headquarters und Länder-Gesellschaften", "Performance Management in CEE", "Interkulturelle Kompetenz", Cross-Cultural Learning", "Innovationstreiber", Country-of-Origin Effekt und Länderimage sowie weitere Fragen zur Standortwahl und Standortpolitik.

Die Veranstaltung bildet den Auftakt für einen regelmäßigen Austausch zwischen Forschern und Mitgliedern von Headquarters Austria. Weitere Elemente zur Schaffung eines thematischen Netzwerkes, wie etwa eine Plattform über Studien zu Headquarters-spezifischen Themen sowie ein Think Tank sind in Planung und sollen noch vor dem Sommer realisiert werden.

Wie funktioniert ein "World Café"?

An mehreren Thementischen werden die geplanten Forschungsprojekte vorgestellt. Das Setting sieht vor, dass sich die Teilnehmer wie in einem Kaffeehaus an den Tischen zusammensetzen und mit den Forschern die Themen besprechen. Es gibt keine Präsentationen. Vielmehr steht der interaktive Austausch im Vordergrund. Nach 30 Minuten wird zu einem anderen Tisch gewechselt. Insgesamt gibt es drei solcher Runden. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung können sich dann die Teilnehmer untereinander abstimmen bzw. spezifische Fragen aus ihrem Unternehmen in die geplanten Forschungsprojekte einbringen.

Über Headquarters Austria

HQ Austria ist eine unabhängige, überparteiliche Organisation mit dem Ziel, Headquarters-spezifische Probleme zu lösen. Sie unterstützt Manager bei der Organisation und Führung von Unternehmenszentralen und der Durchsetzung gemeinsamer Interessen. In Zusammenarbeit mit externen Organisationen und Experten leistet sie Beiträge zu aktuellen Fragen und Entwicklungen rund um regionale / globale Unternehmenszentralen.

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