Neues Volksblatt: "Europa" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 3. April 2006

Linz (OTS) - Oft endet der Horizont der Menschen beim nächsten Berg, heißt es im Volksmund.
Für Österreich ist das ein schlimmer Befund, denn hier zu Lande verstellen viele Berge die Sicht, vom Laaerberg bis zum Großglockner. Für die Initiatoren des Anti-EU-Volksbegehrens stimmt der Befund auf jeden Fall. Er stimmt für alle, die uns einreden wollen, man müsse nur einen möglichst dichten und möglichst hohen Zaun rund um Österreich aufstellen, dann könnten wir in Ruhe unseren Schrebergarten bestellen, ungestört und unabhängig davon, was in der Welt rund um uns geschieht.
Tatsache ist, dass Europa nur gemeinsam eine Chance hat. Kein Land kann allein seine Wirtschaft, seine Landwirtschaft, seine sozialen Errungenschaften gegen den Rest der Welt verteidigen.
Wer trotzdem diese "Mir san mir"-Mentalität predigt, der lügt -und er weiß, dass er lügt.
Natürlich läuft in der EU nicht alles so, wie wir es gerne hätten, es läuft auch nicht alles richtig (was nicht unbedingt deckungsgleich sein muss). Deshalb müssen wir für eine bessere EU kämpfen. Denn eine Alternative zur EU haben wir nicht.

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