Hypo Alpe Adria - Darabos: "Haider trägt die politische Verantwortung"

Wien (SK) - Die politische Verantwortung von Landeshauptmann Jörg Haider für den 330-Millionen-Euro-Verlust der Hypo Alpe Adria Bank steht für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos außer Frage. "Haider war und ist zugleich Eigentümervertreter und Landesaufsicht der Bank", so Darabos am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Das Land Kärnten ist Hälfte-Eigentümer der Hypo Alpe-Adria, oberster Eigentümervertreter des Landes Kärnten ist Landeshauptmann Jörg Haider, und Haider ist auch die Landesaufsicht der Bank (laut Homepage der Bank gemeinsam mit Horst Felsner). "Dass Haider jetzt so tut, als ob ihn das alles nichts angeht, ist vollkommen unglaubwürdig", sagte Darabos.

Darabos wies in dem Zusammenhang auf die vielfältigen Verbindungen zwischen Haider und dem Vorstandsvorsitzenden der Hypo Alpe Adria Bank, Wolfgang Kulterer, hin. So sei Kulterer ein "regelmäßiger Begleiter" auf Haiders Auslandreisen gewesen, u.a. beim Besuch Haiders beim Libyschen Staatschef Gaddafi. Außerdem habe das BZÖ (damals noch FPÖ) vor zwei Jahren einen Teil seiner künftigen Parteienförderung bei der Landes-Hypo verpfändet und so den letzten Wahlkampf finanziert.

Laut Zeitungsberichten "spielt Hypo-Chef Kulterer eine Schlüsselrolle bei Haiders Wirtschaftsplänen - von der Bahntrasse am Wörthersee bis zum prall gefüllten Hypo-Zukunftsfonds" (Kleine Zeitung, 20.Februar 2006).

Angesichts der engen persönlichen Verbindung zwischen Haider und Kulterer, aber vor allem wegen der formellen Aufsichtspflicht von Haider als Eigentümervertreter und Landesaufsicht für die Bank sei es "unmöglich, dass sich Haider einfach abputzt, von nichts gewusst haben will und keine Konsequenzen zieht", fasste Darabos zusammen. (Schluss) wf

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