ÖGB: Bei Steuerreform muss Entlastung der ArbeitnehmerInnen Vorrang haben

Wien (ÖGB) - "Von der letzten Steuerreform haben vor allem die Unternehmen profitiert. Jetzt muss es eine Entlastung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geben", hält der Leitende Sekretär im ÖGB, Dr. Richard Leutner, zur Forderung von WKÖ-Präsident Christoph Leitl in der heutigen ORF-Pressestunde nach einer weiteren Entlastung für die Unternehmen fest..++++

Mit der Senkung der Körperschaftssteuer von 34 auf 25 Prozent, der Einführung der Gruppenbesteuerung und anderen Maßnahmen haben die Unternehmen sehr viele Steuerbegünstigungen bekommen. "Jetzt sind die ArbeitnehmerInnen dran. Wir fordern steuerliche Erleichterungen für die Bezieherinnen und Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen", sagt Leutner. Dazu gehört insbesondere die Verdoppelung der Negativsteuer von 110 auf 220 Euro. Davon würden insbesondere viele Frauen profitieren. Denn der Großteil derer, die derart niedrige Einkommen haben, dass sie keine Lohnsteuer zahlen und damit Negativsteuer beantragen können, sind Teilzeit Beschäftigte. "Entscheidend ist jetzt, dass die Binnenkonjunktur durch eine Stärkung der Kaufkraft der BezieherInnen kleiner und mittlerer Einkommen angekurbelt wird", so Leutner abschließend.

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ÖGB, Nr.223 ". April 2006

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