ÖAMTC: Nur wenn der Kindersitz in Ordnung ist, gibt es ein "Kindersicher"-Pickerl

Kostenloser Sicherheits-Check für Rückhaltesysteme startet morgen, Montag, wieder in ganz Österreich

Wien (OTS) - Der Kindersitz ist nicht fest genug montiert, die
Gurte sind zu locker und verdreht. Bei einem Unfall wäre das Kind im mangelhaften Rückhaltesystem einem erhöhtem Risiko ausgesetzt. ÖAMTC-Experten stellen bei einem Drittel der verwendeten Kindersitze grobe Sicherheitsmängel fest. Daher setzt der Club die österreichweite Gratisaktion Kindersitz-Check fort: Vom 3. April bis 30. Juni 2006 sind alle Eltern - ÖAMTC-Mitglieder und Nicht-Mitglieder - eingeladen, an allen Dienststellen des Clubs österreichweit die verwendeten Rückhaltesysteme auf ihre Sicherheit überprüfen zu lassen. "Für jeden Kindersitz, den der Club für in Ordnung befindet, gibt es ein 'Kindersicher'-Pickerl, auf dem der nächste Überprüfungstermin empfohlen wird", erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Elf Kinder verunglückten im Vorjahr (laut vorläufigen Zahlen des Innenministeriums) österreichweit als Mitfahrer im Pkw tödlich, nur fünf waren vorschriftsmäßig gesichert. "Alarmierende Unfallzahlen machen deutlich, dass die richtige Sicherung ihrer Sprösslinge im Auto für verantwortungsbewusste Eltern höchste Priorität haben muss", sagt Kerbl. Der Kauf eines Kindersitzes alleine genügt aber nicht, um für Schutz zu sorgen. Es ist genauso wichtig, dass das Rückhaltesystem zu Kind und Wagen passt. "Zwar ist die Verwendung von Kindersitzen gesetzlich vorgeschrieben, nicht aber ein regelmäßiger Check, ob das verwendete Rückhaltesystem auch tatsächlich den Sicherheitsanforderungen entspricht und korrekt im Auto montiert worden ist", so der ÖAMTC-Techniker weiter. Mit dem "Kindersitz-Check" will der ÖAMTC diese Sicherheitslücke schließen und den Eltern helfen, die Verletzungsgefahr von Kindern im Auto zu senken.

Die drei häufigsten Fehler bei der Kindersitz-Verwendung

Die Montage von Kinder-Rückhaltesystemen ist keineswegs kinderleicht. Die drei häufigsten Fehler:

  • Der Kindersitz ist im Auto nicht fest genug montiert.
  • Die Gurte sind verdreht.
  • Die Gurtspannung ist zu gering.

Durch eine zu lockere Verbindung Kind-Sitz-Auto kann der Kindersitz seine Sicherheitswirkung nicht voll entfalten. Häufig wollen Eltern ihren Kindern den nötigen Druck durch den Gurt ersparen. "Das kann schlimme Folgen haben", weiß Kerbl. "Bei einem Aufprall bewegt sich das Kind zuerst unverzögert weiter und wird dann zu abrupt durch den Gurt abgefangen oder rutscht im schlimmsten Fall auch durch die lockeren Gurte." Die Gurte müssen stramm sein, nur so ist das Kind gut geschützt - vorausgesetzt es ist unter dem Gurt nicht zu dick angezogen.

Mit Kind, Auto und Sitz zum ÖAMTC

Beim Kindersitz-Check vom 3. April bis 30. Juni 2006 haben alle Eltern die Möglichkeit, den Kindersitz und seinen richtigen Einbau von Fachleuten des Clubs begutachten zu lassen. Neben dem verwendeten Kindersitz sollte man unbedingt auch Kind und Auto zur Überprüfung mitbringen. Getestet werden Kriterien, die den Sitz und seine Verbindung mit Kind und Auto betreffen, außerdem Marke, Type, Alter und ECE-Prüfzeichen des Rückhaltesystems. Alles OK - dann gibt es ein Kindersicher-Pickerl.

Die ÖAMTC-Aktion wurde im November 2002 ins Leben gerufen. Jeder dritte Kindersitz fiel damals bei der Überprüfung durch, das zeigte die Auswertung der Prüfbogen.

Von klein auf sicher unterwegs

Der Kindersitz-Check ist der Auftakt von zahlreichen Kindersicherheitsaktivitäten des ÖAMTC im Jahr 2006. Unter dem Motto "Von klein auf sicher unterwegs" laufen von April bis zum Herbst sämtliche Maßnahmen des Clubs für mehr Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmer, so z.B. auch ein ÖAMTC/ÄKVÖ-Symposium zum Risiko Schulweg (am 4. April).

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