"profil": Morak kürzt Budgets der Wiener Off-Theater beträchtlich

Gesamtförderung sank von 3,5 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Kunststaatssekretär Franz Morak die Ausgaben des Bundes für die Wiener Off-Theater wesentlich gekürzt. "Förderte der Bund den Wiener Off-Theater-Bereich im Jahr 2002 noch mit rund 3,5 Millionen Euro, betrug die Gesamtfördersumme für denselben Bereich im Jahr 2005 nur mehr 2,6 Millionen Euro", sagt Wiens Theaterreferent Günter Lackenbucher.

Die Kürzungen im Detail: Die Bundes-Subvention für das Schauspielhaus wurde von jährlich 436.000 Euro (1999) auf 400.000 Euro heruntergesetzt, jene für das Kosmos Theater von 266.000 Euro (1999) auf zuletzt 82.000 Euro. dietheater erhält statt 228.000 Euro (1999) nur mehr 135.000 Euro Subvention, das Ensembletheater statt 215.000 (1999) nur mehr 100.000 Euro. Dramatisch ist die Lage für das Odeon: Wurde die Gruppe von Erwin Piplits bis dato mit jährlich 160.000 Euro subventioniert, erhält sie aufgrund eines Kontrollamtberichts zur Zeit keine Bundes-Zuschüsse mehr.

Ebenfalls keine Zuschüsse erhalten die von der Stadt Wien in den vergangenen Jahren neu gegründeten Institutionen Theater an der Gumpendorfer Straße (TAG), der Dschungel sowie der Rabenhof: "Mit dem Verweis, ich könne ja um Projektsubvention ansuchen, wurde ich aus dem Gespräch entlassen", ärgert sich Rabenhof-Direktor Thomas Gratzer. Auch das Tanzquartier erhielt bislang keine Jahressubvention, sondern lediglich 2005 eine einmalige Projektförderung in der Höhe von 10.000 Euro.

"Es greift zu kurz, zu sagen, der Bund ziehe sich aus Wien zurück", verweist Morak-Sprecherin Katharina Stourzh darauf, dass etwa die Subventionen für die Neue Oper Wien oder die Gruppe Bilderwerfer erhöht worden seien. "Jeder Förderantrag wird genau geprüft. Insgesamt gibt der Bund mit 32 Millionen Euro mehr als die Hälfte seines Kunstbudgets in Wien aus."

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