Muhm zur Wirtschaftsprognose: "Schlechtes Zeugnis für die Bundesregierung"

Leichte Belebung hilft wenig, wenn sich das Wachstum schon nächstes Jahr wieder abschwächt

Wien (OTS) - Als "schlechtes Zeugnis für die Wirtschaftspolitik
der Bundesregierung" kommentiert AK Direktor Werner Muhm die Konjunkturprognose der Wirtschaftsforscher: "Eine leichte Belebung hilft wenig, wenn sich das Wachstum schon nächstes Jahr wieder abschwächt." Das vorhergesagte Wirtschaftswachstum wird nicht ausreichen, damit endlich wieder das Arbeitsvolumen steigt - und nicht nur die Zahl der Beschäftigten, weil die ohnehin vorhandene Arbeit durch oft schlechte Teilzeit-Jobs auf mehr Köpfe aufgeteilt wird. Den vorhergesagten minimalen Rückgang der Arbeitslosigkeit wird es überdies nur geben, weil die Bundesregierung ausschließlich für heuer das Budget für Arbeitsmarkt-Schulungen ausgeweitet hat. "Die Grundprobleme bleiben", sagt Muhm: Der exportorientierte Sektor profitiert von der günstigen Entwicklung im Ausland. Aber trotz günstiger Ertragslage investieren die Unternehmen zu wenig, und es fehlen Impulse des Bundes durch öffentliche Investitionen, etwa für die Verlagerung des Verkehrs von der Schiene auf die Straße. Zusätzlich wäre die Ausweitung der Konsumausgaben der ArbeitnehmerInnen möglich, sie sind aber durch die Belastungspolitik der Bundesregierung und die Arbeitsmarktmisere verunsichert. Muhm verlangt ein Konjunkturprogramm der Bundesregierung, das seinen Namen verdient: "Zusätzliche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen - das würde sofort Arbeitsplätze bringen."

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