Strache: Hypo Alpe-Adria: Haider ist voll und ganz verantwortlich

Vom Robin Hood zum orangen Sheriff von Nottingham mutiert - FPÖ fordert rasche Prüfung durch Finanzmarktaufsicht

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache wies heute die Behauptungen von Kärntens Landeshauptmann Haider, daß er von den Spekulationsgeschäften der Hypo Alpe-Adria nichts gewußt habe, entschieden zurück. "Nach Alfred Gusenbauer und der BAWAG haben wir hier offenbar den nächsten Osterhasen, der von nichts etwas wissen will." Strache verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, daß es sich bei dieser Bank um Haiders Hausbank handle, der das BZÖ seine Parteienförderungen verpfändet habe.

Die Hypo Alpe-Adria habe bereits 2004 330 Millionen Euro verspekuliert. Haider habe dies bisher vertuscht. Bekannt geworden sei dieser Finanzskandal nur durch das Tätigwerden eines Wirtschaftsprüfers, der die Bank bei der Finanzmarktaufsicht angezeigt habe. Die Behauptung von Generaldirektor Kulterer, wonach dieser Wirtschaftsprüfer "übereifrig" gewesen sei, bezeichnete Strache als Frechheit.

Haider könne sich nicht so einfach abputzen und aus der Affäre ziehen, betonte Strache. "Die Bank gehört zu 49,4 Prozent dem Land Kärnten, das auch die Haftung zu tragen hat, wenn etwas schief geht. Daraus folgt eine ganz besondere Sorgfalts- und Aufsichtspflicht, der das Land Kärnten mit seinem Finanzreferenten Haider ganz offensichtlich nicht nachgekommen ist." Man müsse sich auch die berechtigte Frage stellen, ob der wundersame Rückzug karl Pfeifenbergers Anfang 2005 mit dem Skandal in einem direkten Zusammenhang stehe. Auch die Behauptung Haiders, daß er sich nie in die Bankgeschäfte eingemischt habe, entspreche nicht der Wahrheit. Denn beim Verkauf der Bank Burgenland habe er sehr wohl mit burgenländischen Politikern Kontakt aufgenommen.

Die Verantwortung, stellte Strache klar, liege voll und ganz bei Landeshauptmann Haider in seiner Eigenschaft als Finanzreferent. "Haider ist längst vom Robin Hood zum orangen Sheriff von Nottingham mutiert, der eine Spur der finanziellen Verwüstung durch Kärnten zieht. In Bankangelegenheiten wandert er auf den Spuren von Verzetnitsch, Tumpel und Co."

Wenn Haider zudem meine, daß dies "übliche Bankgeschäfte" gewesen seien, zeige dies, daß er jedweden Sinn für die Realität verloren habe. "Wenn es üblich wäre, so locker und lässig 330 Millionen Euro zu verspekulieren, würde es bald keine Banken mehr geben", sagte Strache. Bei den Machenschaften der Hypo Alpe-Adria handle es sich um übles Spekulantentum, gedeckt und vertuscht vom Kärntner Landeshauptmann, der damit auch die Kunden der Bank hinters Licht geführt habe.

Strache hält es für möglich, daß auch die neu erblühte Freundschaft zwischen Finanzminister Grasser und Haider in einem Zusammenhang mit diesem Skandal steht. Denn Miteigentümer der Hypo Alpe-Adria sei zu 45,6 Prozent die ÖVP-nahe Grazer Wechselseitige, die vor kurzem mit den Stimmen von ÖVP und SPÖ auch die Bank Burgenland gekauft habe. Ein Argument für den Zuschlag sei die Sicherheit und die Erfahrungen der Grazer Wechselseitigen mit der Hypo Alpe-Adria gewesen. Pikant sei es dabei, daß auch die Bank Burgenland erst vor wenigen Jahren 60 Millionen Euro durch Swap-Geschäfte verloren habe.

Strache forderte eine rasche Prüfung durch die Finanzmarktaufsicht. Weiters müsse die Verantwortung der Aufsichtsräte nach dem Aktiengesetz festgemacht werden. "Das was für die BAWAG gilt, muß auch für die Hypo Alpe-Adria gelten", betonte der FPÖ-Obmann.

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