Wiener Verkehrsunfallbilanz - SP-Pfleger: Höchst eigenwillige Interpretation durch VP-Gerstl

Wien (SPW-K) - "Als eine in höchstem Maße ungeeignete und fachlich falsche Interpretation" bezeichnete Donnerstag der Wiener Verkehrssicherheitsexperte Nummer eins, SP-Gemeinderat DI Dr. Univ.-Prof. Ernst Pfleger, die Feststellungen von VP-Gemeinderat Gerstl zur Bilanz der Verkehrsunfälle in Wien im Jahr 2005.

"Die Rückschlüsse Gerstls entsprechen nämlich schlicht und einfach nicht den sicherheitstechnischen Tatsachen. So sind an den leicht gestiegenen Unfallzahlen bei den Radfahrern nicht, wie vom Verkehrssprecher der Wiener ÖVP taxfrei behauptet, die angeblich gefährlichen Radwege schuld, sondern das deutlich höhere Radverkehrsaufkommen", betonte der Gemeinderat in seiner Replik im Pressedienst der SPÖ Wien. Immerhin sei die hohe Verkehrsbeteiligung der Radfahrer gerade durch den Ausbau der Radwege und Radrouten durch die Stadt im vergangenen Jahr um bis zu 50 Prozent (!) gestiegen.

"Gemeinderat Gerstl würde gut daran tun, in der Interpretation der Unfallsbilanzen auch größere Zeitreihen zu betrachten:
Jedenfalls konnte in Wien die Zahl der Unfalltoten in den letzten Jahrzehnten bereits um 80 Prozent(!) - also 4/5 - gesenkt werden, was ausschließlich durch die präzise Verkehrssicherheitsarbeit Wiens in den letzten Jahren ermöglicht wurde. So hat Wien bereits seit Anfang der 80er Jahre eine Unfalldatenbank, mit der alle wichtigen Unfall-und Gefahrenstellen in Wien aufgespürt werden. Auch die wichtigsten Kennzahlen im Unfallgeschehen mit Fußgänger aller Altersgruppen weisen im vergangenen Jahr jedenfalls nach unten", stellte Pfleger fest. So sei 2005 ein Tiefstand bei der Zahl der der Toten und Schwerverletzten festzustellen. Auch das bestätige, dass die umfangreichen Verkehrssicherheitsmaßnahmen der Stadt insgesamt greifen. Wien saniert nicht nur ständig Unfallschwerpunkte, sondern führt mit neuestem wissenschaftlichen know how auch ständig Verkehrssicherheitsaudtits für alle Planungen durch, sodass bereits vor Umsetzung von Neuplanungen und baulichen Änderungen, sowie bei Baustellen die Verkehrssicherheit von vornherein geprüft wird. Pfleger: "Ziel der Stadt ist es, auch in der Zukunft die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden insgesamt noch weiter deutlich zu senken und die Unfallzahlen bis zum Jahr 2020 zu halbieren. Dies wird zukünftig vor allem durch modernste Road Safety Inspections (gezielte Straßensicherheitschecks) möglich sein, wo auch nur bei geringsten Gefahrenindizien die Straßenanlagen von den Experten durchgecheckt werden".

"Statt sich über die großen Erfolge der Stadt in Sachen Verkehrssicherheit zu freuen und weitere konstruktive Vorschläge zu eröffnen, übt sich der VP-Verkehrssprecher in billiger Polemik. Das ist bedauerlich und zeigt einmal mehr wie unseriös die Wiener ÖVP auch bei diesem Thema agiert", schloss Pfleger. (Schluss)

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