Neues Volksblatt: "AK-Schaden" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 30. März 2006

Linz (OTS) - OÖ-SP-Chef Haider fühlt sich bemüßigt, SP-Mitarbeitern brieflich beruhigende Töne zur ÖGB-BAWAG-Affäre zukommen zu lassen. Und SP-Bundesgeschäftsführer Darabos zieht aus, um AK-Präsident Tumpel zu verteidigen. Offener lässt sich das enge Netz zwischen SPÖ, BAWAG und ÖGB - der wiederum auf die gesetzliche Interessenvertretung AK ausstrahlt - kaum darstellen.
Für Tumpel ist nach seinem Aufsichtsrats-"Ja" zur Wiederaufnahme der BAWAG-Spekulationsgeschäfte, die ja zuvor gestoppt worden waren, zumindest die Optik fatal. Denn aus dem "Ja" blühten - zumindest in letzter Konsequenz - jene Karibik-Geschäfte, die der BAWAG einen Milliardenverlust bescherten. Und das mit Methoden, die Tumpel als AK-Chef leidenschaftlich geißelt. Das Saatgut für Vertrauen und Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Die SP-Versuche, die Affäre nun in eine Koalitionsattacke auf Regierungskritiker umzumünzen, sind vor diesem Hintergrund nur mehr dreist und lachhaft. Tumpel könnte sich dafür die Frage stellen, ob er mit einem Verbleib an der AK-Spitze nicht letztlich selbst einer gesetzlichen Interessenvertretung Schaden zufügt.

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