Jugendvertretung: Wir wollen, dass die Jugend mitbestimmt!

Konkrete Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit müssen her!

Wien (OTS) - "Wir benötigen einen Dialog zwischen PolitikerInnen und Jugendlichen", fordert Anja Fellerer, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV) anlässlich der Eröffnungspressekonferenz der Tagung der EU-JugendministerInnen in Bad Ischl. In Bad Ischl bietet sich dazu die Gelegenheit, erarbeiten die JugendvertreterInnen doch eine Deklaration, die an die europäischen JugendministerInnen übergeben wird. "Wir wollen verhindern, dass die Deklaration in den Schreibtischladen versinkt! Wir wollen, dass die JugendministerInnen sich mit der Umsetzung unserer Forderungen beschäftigen!", appelliert Anja Fellerer.

Dialog ist notwendig!

"Die Tagung ist eine Möglichkeit, einen Dialog zwischen Jugendlichen und Regierenden zu schaffen", sagt Fellerer. Dieser Dialog muss dringend geführt werden, wie Fellerer betont: "Es gibt im Moment ein Thema in Europa, das Jugendliche enorm beschäftigt - und das ist das Thema Jugendarbeitslosigkeit." In Europa existiert ein Heer an arbeitslosen Jugendlichen, mehr als fünf Millionen in den Mitgliedsstaaten haben keinen Job, darunter Lehrlinge, Jugendliche ohne Ausbildung, junge Menschen mit Matura und zunehmend auch junge AkademikerInnen. Und auch jene, die Arbeit haben, klagen immer öfter zurecht über ihre Arbeitsverhältnisse. Allzu oft bedeutet Arbeit für Jugendliche in Europa, sich mit sogenannten McJobs herumzuschlagen, mit befristeten Verträgen oder mit unbezahlten Praktika.

Einbindung auch in Österreich

"Auch in Österreich haben wir ein Problem mit der Jugendarbeitslosigkeit", warnt Fellerer, "seit dem Jahr 2000 hat sich die Arbeitslosenrate unter Jugendlichen mehr als verdoppelt!" Dabei handelt es sich um eine langfristige Entwicklung. Die Zahlen sind für die BJV-Vorsitzende keine Überraschung: "Die Politik hätte den Entwicklungen am Arbeitsmarkt viel früher gegensteuern müssen. Viel zu oft gab es leere Versprechen und besorgte Worte. Ein deutliches Signal an die Jugendlichen wäre also, die Bundesjugendvertretung auf nationaler Ebene einzubinden!"

Hinter dem Schlagwort "Flexibilisierung am Arbeitsmarkt" verstecken sich besorgniserregende Entwicklungen für junge Menschen -viel zu oft ohne Gegenleistung. "Jugendliche beweisen tagtäglich, wie flexibel und mobil sie sind - aber bei aller Flexibilität braucht es auch Sicherheit - wie sonst sollen die Jugendlichen ein Leben mit Perspektive aufbauen.", so Fellerer. "Es ist längst an der Zeit, über diese Fehlentwicklungen zu diskutieren", möchte Anja Fellerer konkrete Ergebnisse sehen, "wir benötigen Maßnahmen, um mit der Problematik Jugendarbeitslosigkeit zurande zu kommen." Wie es aussieht, wenn Probleme nicht von Politik und Betroffenen gemeinsam in Angriff genommen werden, zeigt sich in Frankreich. Dort entzündet sich die Wut tausender junger Menschen, die Angst haben und die nicht wissen, was in Zukunft auf sie zukommt. "Das müssen wir verhindern", schließt Fellerer.

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