Bawag - Wittmann: Finanzminister wusste seit 2001 Bescheid - hat Grasser nur auf einen guten Zeitpunkt gewartet?

Wien (SK) - "Der Finanzminister wusste seit dem 27. April 2001 Bescheid und hätte tätig werden können", bekräftigte SPÖ-Verfassungssprecher Peter Wittmann am Mittwoch im Rahmen einer Dringlichen Anfrage im Nationalrat. Für Wittmann stellt sich hier die Frage, warum Grasser nichts getan habe: Etwa aus den selben Beweggründen wie Fritz Verzetnitsch, den Finanzstandort Österreich vor Schaden zu bewahren, oder habe Grasser die Überlegung gehabt, die Sache zu einem gut gewählten Zeitpunkt vor der Wahl auszutragen, "diese Möglichkeit gibt es ja auch". Dies sei gefährlich, kritisierte Wittmann und verwies auf Raiffeisen und die 80 Millionen, die Raiffeisen mit Parmalat in den Sand gesetzt habe. Der SPÖ-Verfassungssprecher hielt der ÖVP deren Wirtschaftskompetenz mit dem Klassiker der Libro-Pleite oder Herberstein vor Augen, "hier gibt es genug aufzuräumen". ****

Wittmann kritisierte, dass vieles von Grasser "nicht richtig beantwortet wurde", der SPÖ-Abgeordnete hätte sich mehr Objektivität gewünscht. Besonders wichtig sei es, eine Trennung zwischen Management und Eigentümer zu treffen. "Was das Management gemacht hat ist durch nichts zu rechtfertigen, und davon distanziert sich die SPÖ", betonte Wittmann. Diese Trennung von Management und Eigentümer hätte sich der SPÖ-Abgeordnete von Grasser schon erwartet, und Verzetnitsch habe als Eigentümer "eine Verantwortung übernommen, die seines gleichen sucht". Verzetnitsch habe in einer schwierigen Lage versucht, die kleinen Sparer, die ihr Geld bei der Bawag angelegt haben, vor Schaden zu bewahren, indem er eine Haftung angeboten hat, um der Bawag eine Chance zu geben, sich wieder zu entwickeln. "Diese Aktivität ist sechs Jahre her, der Bawag geht es seither gut und es wurden so 6.000 Arbeitsplätze gerettet", so Wittmann. (Schluss) sf

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