GPA-Chef Katzian für Bawag-Verkauf: "Strategischen Partner suchen."

Interims-ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer: "Wollen uns nicht von unserem Eigentum trennen."

Wien (OTS) - In einem Interview mit der Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt Wolfgang Katzian, Vorsitzender der mitgliederstärksten Teilgewerkschaft (GPA), wie es aus seiner Sicht mit der Bawag weiter gehen soll: "Der ÖGB muss sich in seiner Rolle als Eigentümer positionieren. Wir brauchen einen Corporate Governance-Katalog, um deutlich zu machen, wie wir mit diesem Eigentum umgehen wollen."

Auf die Frage, ob er auch an einen Verkauf der Bawag denke, antwortet Katzian: "Ich war nie im Aufsichtsrat der Bawag und kenne daher die Details der Geschäftspolitik nicht. Aber wenn die Frage des Ausmaßes einer Beteiligung und des Zeitpunkts geklärt sind, war für mich immer klar, dass es einen strategischen Partner in der Bawag geben soll. Wir stehen zu unserem Eigentum, aber das war immer geplant. Das wird angegangen, wenn diese Vorfragen geklärt sind."

Deutlich vorsichtiger argumentiert Interims-ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer: "Grundsätzlich stehen wir zu unserem Eigentum und wollen uns davon auch nicht trennen. Was in zwei, drei Jahren passiert, kann ich nicht sagen." Hundstorfer verteidigt auch das ÖGB-Engagement in der Bank: "Für gewisse kriminelle Handlungen anderer kann man die Aufsichtsräte nicht an den Pranger stellen."

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