Becher: Anti-Stalkinggesetz zu wenig effektiv und stark, um wirksamer Schutz zu sein

Wien (SK) - "Es war eine schwere Geburt, bis wir zu diesem Anti-Stalkinggesetz gekommen sind", so SPÖ-Abgeordnete Ruth Becher, die darauf verwies, dass ein solches Gesetz seit Jahren von der SPÖ gefordert wurde und vor allem vom Innenministerium und Finanzministerium verhindert worden sei. "Der Gesetzesentwurf geht in die richtige Richtung, er ist aber nicht ausreichend effektiv und stark, um einen wirksamen Schutz darzustellen", so Becher. ****

"Es fehlt ein effektiver Schutz nach dem Vorbild des Wegweiserechtes", so die Kritik Bechers, die für die SPÖ einen entsprechenden Abänderungsantrag einbrachte. Wie sich zeige, sei jeder zehnte Anruf beim Wiener Frauennotruf einer, der von Frauen getätigt werde, die von Stalking betroffen sind. "80 Prozent der Opfer sind Frauen, 90 Prozent der Täter sind Männer. 80 Prozent der Opfer werden vom Ex-Partner bedrängt und 70 Prozent sind so massiv betroffen, dass sie in ihrem Lebensstil Einschnitte erleben", führte Becher aus. Solche Einschnitte sind beispielsweise die Einschränkung sozialer Kontakte, häufige Job- und Wohnortwechsel und Probleme in neuen Beziehungen. "Die Zahlen zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Wir sind mit diesem Entwurf nicht umfassend zufrieden, werden aber dennoch zustimmen. Auch Ministerin Gastinger hat bestätigt, dass es eine bessere Variante gegeben hätte. Dieser Variante sind wir verpflichtet", so Becher abschließend. (Schluss) js

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