ARBÖ: Selbst drei Jahre alte Fahrzeuge haben oft zu hohe Abgaswerte

ARBÖ empfiehlt Rückkehr zur einjährigen Pickerlüberprüfung

Wien (OTS) - Selbst drei Jahre alte Fahrzeuge sind oft mit zu
hohen Abgaswerten unterwegs: Jeder zwanzigste stößt unnötig viel Schadstoffe aus. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des ARBÖ bei den "Pickerl"-Überprüfungen ."Überhöhte Abgaswerte haben vor allem Fahrzeuge, die nur auf Kurzstrecken im Einsatz sind und täglich nicht mehr als 15 Kilometer gefahren werden", informiert Rudolf Leeb, Landesgeschäftsführer des ARBÖ-Burgenland.

Die aktuelle ARBÖ-Stichprobe von 5.216 Fahrzeugen im Burgenland bestätigt frühere Untersuchungen, wonach selbst bei nur drei Jahre alten Fahrzeugen schon gravierende Mängel festgestellt werden mussten. Leeb: "Die Fehlerliste ist eindeutig: Radaufhängung, Bremsen und überhöhte Abgaswerte, das sind die häufigsten Fehler".

Gravierende Fehler bei Autos bis drei Jahre:

Neun Prozent Radaufhängung (inklusive Traggelenke)
Acht Prozent Bremssystem
Fünf Prozent Abgaswerte

Interessantes Detail: Mit dieser Fehlerliste unterscheiden sich diese relativ neuen Fahrzeuge kaum von der Mängelliste älterer Fahrzeuge mit elf Prozent Radaufhängung (inklusive Traggelenke), acht Prozent Bremssystem und sechs Prozent Abgaswerte.

Diese Zahlen unterstreichen eindrucksvoll die Forderung des ARBÖ nach einer Rückkehr zur jährlichen "Pickerl"-Überprüfung nach §57a, die im Jahr 2002 abgeschafft worden war. Wegen der Feinstaub-Problematik gibt es bei den Autofahrern dafür eine hohe Bereitschaft. So erklärten sich 33 Prozent der Autofahrer in Wien bei einer aktuellen repräsentativen OEKONSULT-Umfrage spontan bereit, eine jährliche Abgasüberprüfung als Beitrag gegen den Feinstaub zu akzeptieren.

Dazu ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Grundtner: "Alles spricht für eine Rückkehr zu den jährlichen Pickerl-Intervallen: Umweltschutz, Verkehrssicherheit und Konsumentenschutz. Schließlich ist auch eine sofortige Reparatur in der Regel günstiger als ein Hinausschieben."

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