Amon: Tumpel bleibt Antworten schuldig

SPÖ-Politiker sollen endlich Verantwortung wahrnehmen

Wien, 29. März 2006 (ÖVP-PK) ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon forderte heute, Mittwoch, Arbeiterkammer-Präsidenten Herbert Tumpel mit Nachdruck auf, die im Anschluss an die gestrige Sitzung des ÖVP-Bundesparteivorstandes an ihn gerichteten Fragen über seine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Bawag zu beantworten. "Es geht nun darum, im Sinne der Mitglieder des ÖGB, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kunden der Bawag, aber auch im öffentlichen Interesse, endlich vollständig Licht ins Dunkel der seit mehr als einem Jahrzehnt laufenden karibischen Verbindungen der Gewerkschaftsbank zu bringen", führte Amon aus. ****

Als damaliger Leitender Sekretär des ÖGB und Aufsichtsratspräsident der Bawag, einige Zeit auch als Nachfolger des damaligen Generaldirektors Walter Flöttl gehandelt, sei Tumpel jedenfalls einer derjenigen, der wohl am besten wissen werde, "was sich Mitte der 90er-Jahre rund um die Bawag abgespielt hat, wer in die Wiederaufnahme der Geschäfte in der Karibik involviert war und wer über diese Spekulationen informiert war", so der ÖAAB-Generalsekretär.

"Als gewählten gesetzlicher Interessensvertreter der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fordere ich Sie hiermit auf, das Ihre zur Aufklärung beizutragen und die österreichische Bevölkerung nicht länger im Dunkeln tappen zu lassen", appellierte Amon an das Verantwortungsbewusstsein des SPÖ-Politikers.

Die nach wie vor unbeantworteten 5 Fragen lauten: 1. Warum haben Sie die Wiederaufnahme der Geschäfte im Jahr 1995 zugelassen? 2. Was haben Sie als Aufsichtsrats-Vorsitzender zur Eindämmung der katastrophalen Verluste aus diesen Geschäften unternommen? 3. Wen im ÖGB haben Sie wann über diese Risken und Verluste informiert? 4. Haben Sie den damaligen Finanzminister Edlinger bzw. die Bankenaufsicht informiert? 5. Wie vereinbaren Sie solche hochspekulativen Geschäfte mit Ihren in vielen Pressegesprächen getätigten Aussagen gegen solche Geschäftspraktiken?

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