Aufbrüche, Umbrüche, Alternativen: Lateinamerika-Schwerpunkt in Ö1

Wien (OTS) - Anlässlich des ersten österreichweiten Lateinamerika-Festivals "onda latina" (20. April bis 4. Juni) und des EU-Lateinamerika-Gipfels von 11. bis 13. Mai in Wien startet Österreich 1 am 3. April einen Programmschwerpunkt, der bis Ende Juni reicht. Neben der aktuellen Berichterstattung anlässlich des EU-Gipfels widmen sich mehr als 30 Ö1-Sendungen Lateinamerika, die thematische Bandbreite erstreckt sich von Politik über Gesellschaft, Literatur und Religion bis zur Musik. Das Programm im Detail ist im Internet unter http://oe1.ORF.at abrufbar.

Im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft findet von 11. bis 13. Mai in Wien der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, Lateinamerikas und der Karibik statt. In diesem Zusammenhang findet von 20. April bis 4. Juni das erste österreichweite Lateinamerikafestival "onda latina" statt. Österreich 1 nimmt beides zum Anlass für einen dreimonatigen Programmschwerpunkt.

Auftakt des Lateinamerika-Schwerpunktes in Ö1 ist ein vierteiliges "Radiokolleg" ab 3. April jeweils um 9.05 Uhr. Unter dem Titel "Freiheit um jeden Peis" thematisieren Margit Hainzl und Emil Wimmer NAFTA und die Folgen für Mexiko. Der am 1. Jänner 1994 in Kraft getretene NAFTA, der "Nordamerikanische Freihandelsvertrag" zwischen den USA, Kanada und Mexiko sollte durch völlige Liberalisierung der Märkte und die Aufhebung der Importzölle neue Arbeitplätze für die 105 Millionen Mexikaner schaffen. Tatsächlich kam es zu einer extremen Polarisierung in der Wirtschaft, aber auch im sozialen Leben. Im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes stehen bis Ende Juni vier weitere "Radiokollegs" und eine Ausgabe der "Dimensionen" auf dem Programm von Ö1.

In nicht weniger als 14 Musik-Sendungen wird die musikalische Bandbreite Lateinamerikas vorgestellt: Von Lateinamerikas Erotik im Schlager ("Spielräume Spezial"), zeitgenössischer Musik zwischen atonalen Tangos und ethnischen Nischen ("Zeit-Ton"), über Jazz, u. a. aus Mexiko ("Ö1-Jazznacht") bis zum Konzertmitschnitt vom kubanischen Starpianisten Ramon Valle ("On Stage") und vielem mehr.

Den Facetten der Religiosität in Lateinamerika widmen sich "Imago - Menschen, Mythen, Religionen" und "Logos - Theologie und Leben".

Die Literaturreihe "Terra incognita" stellt in vier Ausgaben Texte aus Peru, Guadeloupe, Venezuela und Argentinien vor. Die zwei "Hörbilder" "Der gute Onkel Pinochet - Eine chilenische Familiengeschichte" und "La Niche di Santa Cruz - Konzert für eine explodierende Stadt, barocke Geigen und eine große Idee" komplettieren das Angebot des Lateinamerika-Schwerpunkts in Ö1. Alle Sendungen im Rahmen des Ö1-Lateinamerika-Schwerpunkts sind ab Freitag, 31. März online unter http://oe1.ORF.at abrufbar.

Lateinamerika im RadioKulturhaus

Im Vorfeld des EU-Lateinamerika-Gipfels veranstaltet zudem das Österreichische Lateinamerika-Institut im April ein dreitägiges internationales Seminar zum Thema "REAL 2006 - Relations between Latin America and Europe", an dem Gäste von beiden Kontinenten teilnehmen. Höhepunkt und Abschluss ist ein Abend im RadioKulturhaus am 26. April, bei dem das kreative Potential dieses Dialogs in Form von Diskussions- und Musikbeiträgen zu erleben sein wird. Zu Wort kommen u. a. Martin von Hildebrand, dessen Organisation COAMA mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde, und Jorge Sienra, der sein Heimatland Uruguay bei den Verhandlungen zwischen der EU und dem MERCOSUR vertreten hat. Auch das Musikprogramm wird von Vertretern beider Kontinente bestritten: aus Slowenien kommt der Chor "Perpetuum Jazzile" mit einem lateinamerikanisch inspirierten Programm. Die gebürtige Engländerin mit karibischen Wurzeln Dorretta Carter wird mit charismatischer Stimme und rhythmischem Feuer begeistern.

Ein weiteres Highlight im RadioKulturhaus findet im Rahmen des Festivals "onda latina" am 29. April statt: "puente celeste". Fünf Spitzensolisten aus Buenos Aires tauchen in die Tiefen der unzähligen Musiktraditionen Argentiniens und verbinden Chamamé, Tango, Klezmer, Jazz und Klassische Moderne dort, wo sie sich verbinden lassen. Zu hören ist nichts Geringeres als eine neue Musiksprache, die - nicht nur in Argentinien - eine kollektive werden könnte. Nähere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses sind im Internet abrufbar unter http://radiokulturhaus.ORF.at.

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