Vladyka: Immer mehr Menschen sind akut von Armut betroffen

Nachhaltige Maßnahmen sind längst überfällig

St. Pölten, (SPI) - "Immer mehr Menschen sind akut von Armut betroffen, immer mehr Menschen sind auf Sozialhilfe angewiesen, immer mehr Menschen können sich nicht einmal mehr die täglichen Lebensmittel leisten! Die aktuellen Zahlen sprechen eine überdeutliche Sprache: Während sich die einen über steigende Gewinne freuen können, werden die anderen immer ärmer", so die Sozialsprecherin der SPNÖ, LAbg. Christa Vladyka. Deutlicher Indikator für die dramatische Entwicklung ist die ständig steigende Zahl der Kunden der Sozialmärkte. In St. Pölten gibt es den Sozialmarkt seit dem Spätherbst 2004. "Zu Beginn hatten rund 250 Menschen einen Einkaufspass, im Mai 2005 waren es rund 600, zum einjährigen Jubiläum im letzten November waren es rund 850 und mittlerweile sind es an die 1.000 Menschen, die einen Einkaufspass für den Sozialmarkt in St. Pölten haben", berichtet Vladyka. Einkaufen können im Sozialmarkt nur jene, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. "St. Pölten ist da kein Einzelfall, auch in der Steiermark zeigen jüngste Berichte die gleiche Situation. Betroffen sind nicht mehr nur Menschen, die mit der Sozialhilfe das Auslangen finden müssen, vielmehr können immer mehr Berufstätige mit ihrem geringen Einkommen kaum mehr das Nötigste bestreiten", so Vladyka weiter.****

Unmissverständlich sind auch die Zahlen der Sozialhilfe. Während vom Land Niederösterreich im Jahr 2000 noch rund 17,2 Millionen Euro für die gesetzliche Sozialhilfe aufgewendet werden mussten, waren es im letzten Jahr bereits an die 24,7 Millionen. "Im Februar des Jahres 2000 waren in Niederösterreich 47.043 Menschen ohne Arbeit. Heuer waren es 56.599 Menschen - das bedeutet dass 9.556 Menschen mehr ohne Job sind! Aber auch jene, die Arbeit haben, können teilweise kaum ihren Lebensunterhalt fristen. Die Anzahl der teilzeitbeschäftigten Frauen ist in den letzten 5 Jahren österreichweit von etwa 32 % auf über 40 % angestiegen. Im Steigen begriffen ist auch die Zahl jener, die nur eine geringfügige Beschäftigung finden konnten. Diese Einkommen reichen vielfach nicht aus, eine eigenständige Existenz zu sichern", so LAbg. Vladyka weiter. "Es muss endlich ein Umdenkprozess einsetzen! Nicht nur im Interesse der Menschen, die unter der sozialen Kälte im Land leiden, sondern auch weil eine nachhaltige Ankurbelung der Wirtschaft nur über den Konsum erfolgen kann! Und Konsum gibt es eben nur dann, wenn die Menschen genug Geld haben, um auch etwas kaufen zu können! Eine Verstärkung der öffentlichen Investitionen, eine Intensivierung von Aus- und Weiterbildung sowie zusätzliche Investitionen in Forschung und Bildung sind daher das Gebot der Stunde", so LAbg. Vladyka abschließend.
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