Schnell: Bundesregierung trägt Mitschuld an BAWAG-Skandal

Regierung wußte schon Jahre über Machenschaften Bescheid - Schon bei Atomic-Konkurs war Regierung über Vorgänge der BAWAG informiert

Wien (OTS) - "Die Bundesregierung soll sich nicht verwundert über die Machenschaften der BAWAG-Manager zeigen", sagte heute Salzburgs FPÖ-Landesparteiobmann und Bundesparteiobmannstellvertreter Karl Schnell.

Schon Atomic unter dem ehemaligen Eigentümer Alois Rohrmoser wurde Opfer der BAWAG-Machenschaften und die Regierung unter Bundeskanzler Schüssel und Vize-Kanzlerin Riess-Passer war damals genau informiert. "Wenn jetzt Schüssel, Haider und Co sich verwundert zeigen, kann ich nur lachen. Aber auch Finanzminister Grasser hat die Machenschaften der Bank lange genug gedeckt. Jetzt her zu gehen und die Finanzmarktaufsicht zu beauftragen, damit diese die Vorgänge innerhalb der Bank überprüft, kann nur als Ablenkungsmanöver vor der eigenen Mitschuld werten", so Schnell.

Daher sei auch die Bundesregierung rücktrittsreif. Eine genaue Überprüfung der BAWAG würde wahrscheinlich noch haarsträubendere Geschäfte ans Licht bringen. Geschäfte von denen sowohl die Bundesregierung als auch die Gewerkschaft genau Bescheid wußten. "Wenn es ums Geld geht halten Rot, Schwarz und Orange wie Pech und Schwefel zusammen", so Schnell. Die Wahrheit werde wohl nie das Licht der Welt erblicken, da weder die Gewerkschaft noch die Bundesregierung Interesse daran haben. Ganz nach dem Motto:
"Mitgefangen, mitgehangen!" Die gesamte und umfassende Wahrheit der BAWAG-Affäre werde wegen zahlreicher Mitwisser neuerlich vertuscht werden, befürchtet Schnell. Sollte die BAWAG in den Genuß der Vorfinanzierung für den Eurofighter gekommen sein, werde ein Untersuchungsausschuß im Nationalrat bitter nötig. Jedoch werde weder Rot, Schwarz oder auch Orange ein Interesse an einer gänzlichen Aufklärung haben.

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