Bildungschancen und Existenzsicherung für Kärntner Frauen und Männer

Trannacher: Erwarte mir vom Wirtschaftsreferenten die Erhöhung der Frauenerwerbsquote

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Frauenerwerbsquote ist die reale Maßeinheit mit der man das Engagement eines Wirtschaftsreferenten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie am ehesten messen kann, so sieht es die Kärntner SPÖ-Frauenvorsitzende LAbg. Sieglinde Trannacher. Sie, Trannacher, fordere daher den Kärntner Wirtschaftsreferenten Haider auf, sein Hausübungsheft aufzuschlagen und folgende unerledigte Aufgaben endlich anzugehen: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Behebung der Einkommensunterschiede, Ausbau der adäquaten und leistbaren Kinderbetreuungseinrichtungen sowie die Schaffung einer unabhängigen Existenzsicherung für Frauen. "Weiters ist Schulreferent Strutz gefordert, die Bildungschancen für Frauen auszubauen und zu verbessern", erklärt die SP-Frauenvorsitzende.

"Nachdem es seit dem Amtsantritt der Bundesregierung im Februar 2000 in Österreich de facto keine Frauenpolitik mehr gibt, ist der Aufholbedarf bei Frauenmaßnahmen im Wirtschaftsbereich in Kärnten enorm", sagt Trannacher. Entsprechende Maßnahmen seien aber entweder gar nicht erfolgt oder wenn nur als liebloses politisches Beiwerk ohne Nachhaltigkeit. "Frauenpolitik ist offensichtlich das Stiefkind der orangen Regierungsmitglieder", so Trannacher. "Das zieht sich von Wirtschaftsreferent Haider, der eine hohe Frauenarbeitslosigkeit in Kärnten zu verantworten hat, über Kindergartenreferent Dörfler, der zuwenig adäquate und leistbare Einrichtungen zur Verfügung stellt, bis zu Schulreferenten Strutz, der es verabsäumt, das spezifische Bildungsangebot hinsichtlich Frauenförderung stärker zu lancieren", kritisiert die Kärntner SP-Frauenchefin.

Immer mehr Kärnterinnen könnten heute nicht mehr von ihrem Einkommen aus Teilzeit- oder Niedriglohnjobs leben, und immer noch leisteten die Kärntnerinnen den weitaus größeren Teil der unbezahlten Arbeit. "Dieses Faktum können wir nicht stehen lassen und es wird weder dem Kärntner Wirtschaftsreferenten noch der Bundesregierung weiter gelingen dieses Faktum schönzureden", so Trannacher abschließend.

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