Leitl: Jeder 10. Arbeitsplatz in Österreich hängt vom Sport ab

Neue Studie: Sportwirtschaft in Ö -355.752 Arbeitsplätze u. 15,4 Mrd. Euro Wertschöpfung - Heimische Skiindustrie zufrieden mit Wintersaison

Wien (PWK175) - "Nach der erfolgreichsten Olympiasaison der österreichischen Wintersportler mit 23 Medaillen bei den Olympischen Spielen in Turin und einer ebenfalls sehr erfolgreichen Weltcup-Saison, zeigt sich erneut die Bedeutung des Sports einerseits für das Image unseres Landes und andererseits als Wirtschaftsfaktor", betonte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl, anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Top-Vertretern der heimischen Skiindustrie im Haus der Wirtschaft. Neben einer Analyse der großen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolge der gerade auslaufenden Wintersaison, präsentierte Leitl eine neue Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Sports in Österreich, die erstmals umfassend die gesamte Dimension und Spannweite der Sportwirtschaft in Österrreich berücksichtigt.

Demnach sichert der Sport in Österreich 355.752 Arbeitsplätze, das bedeutet, dass jeder 10. Arbeitsplatz in Österreich vom Sport abhängt. Die Wertschöpfung beträgt 15,4 Mrd. Euro und die Kaufkraft, die durch die Sportwirtschaft entsteht, liegt bei 10,1 Mrd Euro", präsentierte Leitl die eindrucksvollen neuen Eckdaten der Studie. Das sei, so Leitl nicht verwunderlich, denn Sport beeinflusse unser Leben in Alltag und Freizeit auf vielfältige Weise. Das beginnt beim Frühstück mit gesunder, sportlicher Ernährung, wie etwa dem"Müsli", führt über moderne Sportbekleidung und aktiver Freizeitgestaltung bis hin zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge. "Sport und Wellness sind mittlerweile Mainstream unserer Gesellschaft", erklärte Leitl.

Die aktuelle Studie, die von der WKÖ in Auftrag gegeben und von SportsEconAustria, dem Institut für Sportökonomie, verfasst wurde, unterscheidet - abhängig von der Bandbreite der inkludierten Wirtschaftsbereiche - zwischen 3 Begriffsdefinitionen: 1. Sport im engsten Sinn - Das ist der wirtschaftsstatistisch erfasste Sport, welcher nur den Betrieb von Sportanlagen und die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen des Sports umfasst (ÖNACE 92.6) 2. Sport im engeren Sinn - umfasst zusätzlich alle direkt mit der Ausübung von Sport verbundenen Tätigkeiten = "Kern" der Sportwirtschaft".Z.B. Sportartikelproduktion und -handel, Sportunterhaltung (Medien), Sportausbildung. Und jetzt erstmals in Österreich erforscht: 3. Sport im weiteren Sinn - Hier werden zusätzlich alle mit dem Sport verbundenen und vom Sport beeinflussten Tätigkeiten wie etwa Tourismus, Gesundheit, Versicherungen, Werbung erfasst.

Dass die Top-Erfolge der Österreichischen Athleten bei den Olympischen Spielen in Turin und einem ebenso erfolgreichen Weltcup-Erfolg auch für die heimischen Wirtschaft einen Turbo darstellen, waren sich Leitl und Gregor Dietachmayr, Sprecher der heimischen Skiindustrie, einig. Besonders erfreulich ist, dass die österreichischen Skimarken als die Sieger aus der Weltcupsaison herausgehen. Allein bei Olympia konnten österreichische Skimarken 166 Medaillen (alpin und nordisch) erobern - mit Skimarken aus anderen Ländern wurden 76 Medaillen eingefahren. Im Gesamtweltcup (alpin) verbuchten vier österreichischen Skimarken (Atomic, Fischer, Head, Blizzard) knapp 50% der möglichen Punkte (12.850) - gegen die Konkurrenz von sieben ausländischen Fabrikaten. Besonders beeindruckt zeigte sich der WKÖ-Präsident von den Erfolgen der Athleten bei den Paralympics, die, so Leitl, "wieder eindrucksvoll bewiesen haben, dass sie, durch die Überwindung von eigenen Grenzen und Barrieren, auch Vorbilder für unternehmerisches Gestalten sind", betonte Leitl.

Von Seiten der heimischen Skiindustrie zeigte man sich recht zufrieden mit der abgelaufenen Saison. Durch den frühen Schnee im November, aber dennoch einem zögerlichen Beginn, könne man mit einer sehr positiven "2. Halbzeit" ein erfreuliches Ergebnis einfahren. Die größte Herausforderung, so Dietachmayr, sei vor allem der enorme Kostendruck, der durch die starke Erhöhung bei den Rohstoffkosten einerseits und dem grossen Preisdruck andererseits, ausgeübt werde.

Weitere wichtige Themen für die Skiindustrie, die mit 85%-Export-Quote ein Musterschüler der heimischen Wirtschaft ist und unter anderem einen wichtigen Anteil für die heimische Außenhandelsbilanz liefert, sind Sicherheit, Marken und vor allem Jugendarbeit.

Gemeinsam mit Präsident Leitl appellierten die Vertreter der österreichischen Skifirmen "Gebt der Jugend eine Chance!". Denn die Kinder zwischen vier und vierzehn auf die "Brettln" zu holen, sei entscheidend - für die Branche einerseits - aber auch für die Sportlichkeit und Gesundheit der Österreicher. Immerhin zeigt eine Kennzahl deutlich, dass die Österreicher keine "Couch-Potatoes" sind:
Es werden in Österreich mehr Alpinskier gekauft als Fernseher. 2005 wurden 416.000 TV-Geräte verkauft - 500.000 Paar Alpinskier. (Studie Fessel Gfk, Der Markt für Sportartikel 2005). (EB)

Die Studie ist unter
http://wko.at/sport/download/WKO_Sport_PK270306.pdf abrufbar.

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