VP-Aichinger: Barrierefreiheit bei den Wiener Nahversorgern muss gefördert werden

VP-Praniess-Kastner: Barrierefreiheit als ’win-win’ Situation für alle

Wien (VP-Klub) - "Die barrierefreie Gestaltung von Geschäften ist nicht nur aus der Sicht von Menschen mit Behinderungen vorteilhaft. Vielmehr kann es - nach dem Grundsatz "Design für Alle" - auch ein wichtiges und intelligentes Planungs- und Gestaltungskonzept für Morgen sein. Eine Vereinfachung - für eine bestimmte Zielgruppe gedacht - kommt letztendlich allen zugute", betont die Behindertensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Karin Praniess-Kastner.

"Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz, das mit Jänner 2006 in Kraft getreten ist, sollen Diskriminierungen von behinderten Menschen beseitigt bzw. verhindert werden. Auch die Wiener Bauordnung schreibt bereits seit 1. Jänner 2005 die Barrierefreiheit bei Neu- oder Umbauten vor. Dies gilt für alle Bereiche, also gerade auch für die Wiener Nahversorgung", unterstreicht der Wirtschaftssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Fritz Aichinger. Die Initiative der Wiener Wirtschaft "Barrierefrei durch den Wiener Handel" wird hier erste Maßnahmen setzen, kündigt Aichinger an.

Ein immer stärker steigender Prozentsatz - derzeit immerhin rund 29 Prozent unserer Bevölkerung - gilt als "körperlich beeinträchtigt". Dazu kommt, dass die Lebenserwartung und damit die Zahl der "Alten", weiter zunimmt. "Schon 2030 wird rund ein Drittel der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. ’Barrierefreiheit’ kommt also auch der großen Zielgruppe der älteren Menschen zu Gute, die sich schwerer tun bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben, weil sie mit einem Gehstock, einer Krücke oder einem Rollstuhl unterwegs sind. Dazu kommen aber noch zahlreiche Menschen, die durch Verletzungen oder Unfälle vorübergehend behindert sind, aber auch Eltern mit Kleinkindern, die ebenfalls bei der Bewältigung ihres täglichen Lebens mitunter vor fast unüberwindbaren Hindernissen stehen", betont Praniess-Kastner. "Es geht nicht darum, Menschen mit besonderen Bedürfnissen als Objekte besonderer Fürsorge zu sehen und diesen mit ’Sonderlösungen’ den Zutritt zu öffentlichen Gebäuden und Geschäften zu ermöglichen. Vielmehr soll die barrierefreie Zugänglichkeit von öffentlichen Räumen allen Menschen gleichermaßen nutzen. Es muss eine ´win-win´ Situation erreicht werden. Hier ist Bewusstseinsbildung ein erster Schritt, der dankenswerter Weise auf Initiative der Wiener Wirtschaftskammer jetzt gesetzt wird", so die VP-Behindertensprecherin.

Barrierefreie Nahversorgung - auch Stadt Wien ist gefordert

Für die Wiener Bevölkerung muss die Barrierefreiheit verbessert werden. Dies wird nicht nur erwartet, Wienerinnen und Wiener haben als Kunden aus Sicht der ÖVP Wien ein berechtigtes Interesse auf eine Nahversorgung ohne Bewältigung von Hindernissen baulicher Art. Und wenn dies für einzelne Unternehmen ein finanzielles Hindernis darstellen sollte, so hat auch die Stadt Wien hier das Ihre dazu beizutragen, dass diese so weit wie möglich beseitigt werden. Es kann nicht sein, dass sich Wien hier fast ausschließlich auf Fördermaßnahmen des Bundes verlässt, so Aichinger und fordert einen verstärkten Einsatz der Stadt Wien bei der Beseitigung von Barrieren. "Umbauten, um Geschäftslokale behindertengerecht zu gestalteten, sollten auch seitens der Stadt im Rahmen der Nahversorgungsförderung finanziell unterstützt werden", fordert der VP-Wirtschaftssprecher abschließend.

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