Gusenbauer: Verzetnitsch hat "hohes Maß an persönlicher Größe und politischer Verantwortung gezeigt"

ÖGB-Präsident hat "Bank gerettet und Mitarbeiter und Anleger geschützt"

Wien (SK) - ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch habe mit seinem Rücktritt ein "hohes Maß an persönlicher Größe und politischer Verantwortung gezeigt", betonte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Montag anlässlich eines Interviews mit dem ORF-Radio, das im Rahmen des 113. "Startklar"-Tages in den Wiener Bezirken Wieden, Margareten und Landstraße stattfand. Verzetnitsch habe mit der BAWAG die "viertgrößte Bank Österreichs gerettet und die Anleger und Mitarbeiter geschützt", so Gusenbauer, der festhielt, dass er sich von den verantwortlichen Bankdirektoren einen "persönlichen Beitrag zur Wiedergutmachung erwartet". ****

Es gelte festzuhalten, dass Verzetnitsch sich "persönlich nichts zuschulden kommen hat lassen", zudem habe er vor sechs Jahren "das einzig Richtige für die BAWAG getan", die "heute wieder sehr gut dasteht". Zudem habe Generaldirektor Nowotny für "Transparenz" gesorgt und somit "neue Maßstäbe an Korrektheit gesetzt", hob Gusenbauer hervor. Der SPÖ-Vorsitzende strich nachdrücklich heraus, dass die SPÖ keine Bank besitze und weder an der BAWAG noch an anderen Banken beteiligt sei.

Die ÖsterreicherInnen seien - anders als die ÖVP offenbar glaube -sehr wohl in der Lage, zwischen der Verantwortung von Managern, Eigentümern und der Politik zu unterscheiden, zeigte sich der SPÖ-Chef davon überzeugt, dass die ÖsterreicherInnen "von der hämischen Schadenfreude der ÖVP nicht beeindruckt sind". Klar sei weiters, dass es bei der kommenden Nationalrats-Wahl um die politische Verantwortung für die Rekordarbeitslosigkeit, die sinkenden Löhne und Pensionen sowie den Sozial- und Bildungsabbau gehe, so Gusenbauer an die Adresse der Regierungsparteien, die gegen die Menschen arbeiteten.

Angesichts der "beachtens- und bewundernswerten Weise, mit der Verzetnitsch Verantwortung wahrgenommen" hat, seien jetzt jene, die "hämisch sind, gefragt, ein Zeichen der Anerkennung zu setzen". Gusenbauer erinnerte auch an die erfolgreichen ManagerInnen aus der Sozialdemokratie, die erfolgreich in österreichischen Unternehmen tätig seien. Abschließend würdigte Gusenbauer den zurückgetretenen ÖGB-Präsidenten als "erstklassigen Parlamentarier, großartigen Sozialpartner und einen der hervorragendsten Vertreter der österreichischen Gewerkschaftsbewegung". (Schluss) mb

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