Bayr: Frauenanteil in technischen Fachhochschulen noch sehr steigerbar

Wenig Initiative der Bundesregierung zur Motivation junger Frauen

Wien (SK) - Nicht ungetrübt teilen kann Petra Bayr, Mitglied des Wissenschaftsausschusses des Nationalrates, die Freude von Ministerin Elisabeth Gehrer über den Frauenanteil an den Fachhochschulen. "Natürlich ist es fein, dass der Frauenanteil gestiegen ist, bei genauer Betrachtung zeigt sich allerdings, dass dies unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass vorwiegend von Frauen besuchte Ausbildungsgänge wie Sozialarbeit, zu Fachhochschulen umgewandelt wurden", so Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, und weiter: "Dafür hat die SPÖ lange gekämpft, Sozialarbeit ist eine anspruchsvolle Ausbildung und endet nun zu Recht mit einem Abschluss auf akademischen Niveau." ****

Nach wie vor großen Aufholbedarf sieht Bayr bei der Motivation von jungen Frauen, sich auch für technische Ausbildungsgänge zu interessieren. Laut Bericht des Fachhochschulrates kamen beim Fachbereich Technik und Ingenieurswissenschaften auf 8.121 männliche Studierende nur 1.940 weibliche. Die SPÖ-Abgeordnete dazu: "Hier ist auch im Fachhochschulbereich noch ein weiter Weg zu gehen. Es muss vermehrt gelingen, Frauen und Mädchen für "nicht-traditionelle" Ausbildungsbereiche zu motivieren - leider fehlen dazu von der Bundesregierung die Initiativen im Vorfeld, also in den Schulen."

Außerdem mahnt Bayr ein, den Fachhochschulbericht, der bereits im Oktober vom Fachhochschulrat dem Parlament vorgelegt wurde, endlich im Wissenschaftsausschuss und dann im Plenum des Parlaments zu diskutieren. "Durch langes Abliegenlassen von Problemen werden diese selten besser", resümierte Bayr. (Schluss) up/mp

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