BZÖ-Mainoni: Verzetnitsch-Rücktritt nur ein erster Schritt

Strukturen des ÖGB aufbrechen - Weitere Verantwortlichkeiten prüfen

Wien (OTS) - "Der Rücktritt von Fritz Verzetnitsch als ÖGB-Boss kann nur der erste Schritt zu einer lückenlosen Aufklärung in den Reihen des ÖGB sein. Für mich bleiben in der Causa ÖGB-BAWAG nämlich viele Fragen unbeantwortet", so der BZÖ-Staatssekretär und Salzburger Bündnisobmann Mag. Eduard Mainoni in einer ersten Reaktion.

Für den Staatssekretär ist äußert fragwürdig, wie "eine einzelne Person eine Milliardenhaftung verantworten kann" und "niemand sonst etwas davon weiß". Mainoni fordert daher eine lückenlose Aufklärung sämtlicher Vorgänge in dem Dreieck ÖGB-BAWAG-SPÖ: "Wer hat noch von der Milliardenhaftung gewusst? Wieso haben die internen Kontrollmechanismen versagt? Wie kann jemand in alleiniger Verantwortung Geld aus dem Streikfonds als Sicherheit zur Verfügung stellen? Warum haben erst Ermittlungen von US-Behörden den Fall ins Rollen gebracht?"

Der BZÖ-Staatssekretär fordert aus aktuellem Anlass eine vollkommene Umstrukturierung des ÖGB, der dem Vereinsrecht unterliegt. "Innerhalb des ÖGB muss endlich nachvollziehbar sein, wer was zu verantworten hat. Jeder kleine Turnverein ist organisatorisch besser aufgestellt als der ÖGB. Ich fordere eine lückenlose Aufklärung des BAWAG-Himmelfahrtskommandos und völlige Transparenz innerhalb des ÖGBs", so Mainoni.

Mainoni übt außerdem Kritik an den Aussagen von SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, der Verzetnitsch für seine Arbeit als ÖGB-Boss lobt und 'seine Dienste umfassend würdigen' möchte: "Wenn mehr als eine Milliarde Euro durch Finanzspekulationen in den Sand gesetzt werden und jedes der rund 1,4 Millionen Gewerkschaftsmitglieder mit fast 1000 Euro dafür gerade stehen muss, ist das sicherlich kein Zeichen von Größe und Persönlichkeit. Die SPÖ hat einmal mehr bewiesen, dass sie weder Wirtschaftskompetenz noch Rückgrad besitzt", so Mainoni zum Schluss.

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