Kickl: BAWAG-Skandal: Hat es Cap die Sprache verschlagen?

War Eurofighter-Vorfinanzierung durch BAWAG bereits Vorleistung auf neue große Koalition?

Wien (OTS) - Für ausgesprochen interessant hält es FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, daß sich der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap in der Causa BAWAG bedeckt hält und auf Tauchstation gegangen ist. "Sonst gibt er zu allem seinen Senf dazu, aber hier hat es ihm offenbar die Sprache verschlagen."

Möglicherweise tüftle Cap in seiner Eigenschaft als Gusenbauers Oberstratege aber auch an einer Sprachregelung, warum ÖGB-Gelder für Spekulationsgeschäfte verwendet worden seien, vermutet Kickl. Die SPÖ habe hier sicher einen äußerst großen Erklärungsbedarf gegenüber ihren Genossinnen und Genossen. "Den Streikfonds für solche Machenschaften zu verpfänden ist schließlich das gleiche, als ob der Papst die Sixtinische Kapelle verpfänden würde, um damit die Umwidmung des Petersdoms in eine Moschee zu finanzieren."

Kickl wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß bei der FPÖ zahlreiche Anrufe von frustrierten SPÖ-Mitgliedern eingehen würden, die mit ihrer abgehobenen Führungsschicht um Gusenbauer und Cap nichts mehr zu tun haben wollten. Die SPÖ, so der Tenor der Anrufer, sei schon lange keine Arbeiterpartei mehr.

An Cap richtete Kickl die Frage, ob er der Meinung sei, daß die Karibik-Geschäfte der BAWAG diese Bank dafür prädestiniert hätten, die Eurofighter-Vorfinanzierung abzuwickeln. Möglicherweise sei diese Vorfinanzierung durch die Gewerkschaftsbank ja schon eine Vorleistung auf eine eventuelle neue große Koalition gewesen. Das erkläre auch die lauwarme Kritik der SPÖ an der Abfangjägerbeschaffung. Cap wolle seine alten Seilschaften, die er noch aus der Zeit der alten großen Koalition habe, wo er ja eine federführende Rolle gespielt habe, schließlich nicht beschädigen. Zur Vorbereitung einer großen Koalition sei Cap, der seine Wandlungsfähigkeit ja schon oft genug unter Beweis gestellt habe, sicher der beste Mann. Für seinen Machterhalt sei er auch bereit, die eigene Kernschicht ohne Zögern über die Klinge springen zu lassen.

Rückfragen & Kontakt:

Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl
Bundespressereferent
+43-664-4401629
karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0003