ARBÖ: Feinstaub-Emissionen aus dem Straßenverkehr seit 1995 um 37,5 Prozent gesunken

Durch den Kauf "sauberer" Autos sinken Emissionen um weitere 22,5 Prozent bis 2020

Wien (OTS) - Der aus dem Straßenverkehr stammende Feinstaub (PM
10) ist in den letzten zehn Jahren um 37,5 Prozent gesunken. Durch den Kauf "sauberer" Autos werden die Emissionen aus dem Straßenverkehr in den nächsten fünfzehn Jahren um weitere 22,5 Prozent abnehmen, teilt der ARBÖ aufgrund der Berechnungen von TU-Universitätsprofessor Dr. Bernhard Geringer (Datenquelle :
IIASA-Rains) mit. Rund die Hälfte der Emissionen aus dem Straßenverkehr stammt vom PKW, die andere Hälfte vom LKW.

Wie in der neuesten Ausgabe des ARBÖ-Klubjournals "Freie Fahrt" zu lesen, sind die Feinstaub-Emissionen des Straßenverkehrs von 1995 bis 2005 von 10.063 Tonnen auf 6.250 Tonnen gesunken, also um die obengenannten 37,5 Prozent. Damit verzeichnen die Emissionen des Straßenverkehrs den stärksten Rückgang, gefolgt vom sonstigen Verkehr mit minus 22 Prozent.

Der Bereich Haushalt und Kleinverbraucher, im Jahr 2005 mit fast 12.000 Tonnen der weitaus größte Emittent, ist vergleichsweise weit schwächer zurückgegangen, nämlich nur um 14,8 Prozent. Alarmierend:
Die Landwirtschaft weist als einziger Bereich zunehmende Tendenz auf, in der Dekade 1995 bis 2005 betrug der Zuwachs der Partikelemission etwa 15 Prozent. Insgesamt haben die Feinstaub-Emissionen seit 1995 um 19,3 Prozent abgenommen (von 57.000 auf knapp 46.000 Tonnen). In den Jahren bis 2020 wird der PM 10-Ausstoß insgesamt um weitere 15,2 Prozent auf 39 Kilotonnen pro Jahr zurückgehen. Dies geht aus Berechnungen der TU Wien (Datenquelle: IIASA-Rains) hervor.

Nach den Berechnungen des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen der TU Wien wird sich der starke Rückgang der PM10-Emissionen im Verkehrsbereich von 1995 bis 2020 fortschreiben, um weitere 22,5 Prozent abnehmen und dann nur mehr knapp 52 Prozent des Ausstoßes von 1995 betragen. Der sonstige Verkehr wird in diesem Zeitraum sogar um 73 Prozent weniger Partikel ausstoßen. Weitaus größter Emittent bleibt der Bereich Haushalt und Kleinverbraucher, hier ist das Reduktionspotential mit 27 Prozent deutlich geringer. Die Landwirtschaft hingegen zeigt auch langfristig Emissionswachstum:
Hier wird bis 2020 mit fast 17 Prozent Mehrausstoß gerechnet.

Univ.-Prof. Dr. Bernhard Geringer, in dessen Institut die Berechnungen erfolgten, zur Partikelemission: "Von einer Erhöhung oder gar einem drastischen Anstieg, so wie man das aus den öffentlichen Darstellungen oft meinen könnte, ist überhaupt nicht die Rede."

PM10

1995 2005 2020 Haushalt & Kleinverbraucher 13,950 11,885 10,123 Straßenverkehr 10,063 6,25 4,841 sonstiger Verkehr 6,504 5,038 1,764 Kraft- und Heizwerke 0,715 0,582 0,353 Industrie und Bergbau 7,600 7,431 7,469 Güterumschlag 2,980 2,974 2,646 Landwirtschaft 2,714 3,12 3,165 Sonstiges 8,632 8,632 8,632 Rückfragehinweis:

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